Buchinhalt:
Als Maggie im Nachlass ihres Vaters einen alten Brief aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges findet, begibt sie sich auf die Suche nach einem alten Familiengeheimnis. Ein Gemälde weist Maggie schließlich den Weg nach Norwegen und Maggie erkennt, dass ihre einst verschwundene Großmutter zusammen mit anderen Frauen in der Jugend im Widerstand tätig waren, was Maggies eigenes Schicksal bis in die Gegenwart verändern soll....
Persönlicher Eindruck:
Vorab: ich lese sehr gerne Geschichten mit Familiengeheimnissen, die irgendwie mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu tun haben. So auch hier dachte ich zumindest. Man kommt sehr wohl in den Genuss von mehreren Zeitlinien, die auch die ehrlich gesagt recht verworrene Familienkonstellation abbilden, jedoch zieht sich das Buch auf weiten Strecken und ein mitreißender Lesefluss wollte bei mir leider nicht aufkommen.
Maggie als Hauptfigur ist vielschichtig und gut angelegt, keine Frage dennoch tauchen im weiteren Verlauf der beiden Zeitlinien des Romans so viele Figuren und Namen auf, dass es sehr mühselig ist, dem Ganzen mit voller Aufmerksamkeit zu folgen.
Karte und Glossar hat das Werk, aber leider kein Namensregister da frage ich mich, warum. Bei so viel Plot auf mehr als 600 Seiten hätte ich wirklich gerne ab und zu nachgeschlagen. Gerade der Mittelteil der Geschichte ist ziemlich langatmig, so dass auch der spannende Schlussteil das Ganze nicht mehr vollständig ausbügeln kann.
Die Geschichte der Großmutter ist ein interessanter Aufhänger für einen Roman mit starken Frauen, allerdings wollte in meinen Augen die Autorin hier einfach zu viel und das fiel ihr auf die Füße. Irgendwann war ich tatsächlich versucht, quer zu lesen das ist für jeden Roman ein k.o.-Kriterium.
Letztendlich konnte mich die Geschichte als Ganzes nicht überzeugen, wobei Teile von ihr und gewisse Ideen durchaus potentialträchtig und vielversprechend waren. Freunde nordischer Settings und von Norwegen als solchem kommen hier ganz sicher auf ihre Kosten, für mich überwog jedoch die Langeweile, leider. Daher kann ich nur 2,5 Sterne von 5 vergeben.