Ach man, diese Rezension fällt mir so schwer und ich sträube mich auch ein wenig dagegen.. Nachdem Band 1 in einem riesigen Knall geendet hat, geht es hier nahtlos weiter. Es gab wieder eine Menge zum annotieren und zeichnen. Der Schreibstil hat soo viel gerettet und schafft es immer wieder auf's neue, dass ich total leide und mit den Charakteren trauere.Ich habe mich so sehr auf Adam gefreut und wurde wirklich sehr enttäuscht. Meine Erwartungen nach dem ersten Teil waren einfach deutlich zu hoch und wurden überhaupt nicht erfüllt. Maddie macht einen Charakterrückschritt und leidet meiner Meinung nach ein bisschen arg unter dem "Maincharacter-Syndrom". Egal was Adam oder Wes sagen/tun wasauchimmer, sie bezieht wirklich alles auf sich selbst. Meiner Meinung nach reflektiert sie sich selbst einfach zu wenig und suhlt sich auch zu sehr im Selbstmitleid. Hier sind wir auch schon wieder bei "Und täglich grüßt das Murmeltier". Bis ca. zur Hälfte durchleben wir fast nochmal komplett Band 1, nur etwas anders.Adam aka. Ich-lass-niemanden-ausreden, war Anfangs total mysteriös, von Wut und allem angetrieben. Die Storyline hätte so viel mehr hergegeben, doch irgendwie.. Ja, ich weiß doch auch nicht. Teilweise nervte mich Adams Verhalten genauso sehr und man merkt sehr stark, dass Wes und er Brüder sind. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, oder?Es spricht zwar wirklich sehr für den Schreibstil, dass es mich so viele Dinge gleichzeitig fühlen lässt... ABER... Ich bin sehr stark der Meinung, dass man die Geschichte mit Adam ein wenig anders aufrollen hätte müssen. Zwischendurch habe ich mich echt gefragt, welche Mission das Buch nun verfolgt?So, nun zu den positiven Aspekten (entwirrt sich aus dem roten Faden). Die Gefühlswelt der Charaktere wurde wie bereits in Band 1 sehr stark in den Mittelpunkt gesetzt und durch den Schreibstil konnte man so gut wie alles mitfühlen. Maddie muss nochmal durch die Hölle gehen, bevor wieder Sonnenschein auf sie wartet. Es gab wieder sehr viele "relatable-Quotes", die ich mir allesamt markieren musste. Manchmal tut es doch ganz gut, tiefgreifende Zitate und Weisheiten nochmal lesen zu dürfen.FazitEin wenig Emotion von allem. Grundsätzlich mochte ich das Buch, doch mit der verwirrenden Handlung und widersprüchlichen Gedanken konnte ich mich leider nicht zu mehr als 3 Sternen durchringen. Dieses mal wurde das Potenzial leider nicht ganz ausgeschöpft.