
Ende der Utopie, Neoliberalismus, kapitalistischer Realismus - die Schließung politischer Möglichkeitsräume hat viele Namen. Doch das periodische Aufflammen von Sozialprotesten und Streiks zeigt, dass diese Beschränkung nicht absolut ist. Konstantin Klur analysiert anhand von Arbeitskämpfen in der Automobilzulieferindustrie und im Gesundheitssektor, wie Praktiken des Widerstands wirken und wo sich selbst dort noch die Beschränkung des Denk- und Machbaren durchsetzen kann. Dabei zeigt er, dass Arbeiter*innen das Bestehende zwar kritisieren, aber nur wenige Vorstellungen von alternativen Möglichkeiten oder kollektiver Handlungsfähigkeit entwickeln - auch wenn sich Spuren von Kampfgeist und Solidarität in den Arbeitskämpfen finden lassen.
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