Filmische Bezugnahmen auf den urbanen und gesellschaftlichen Wandel: das US-Experimentalkino in New York und seine Abhängigkeiten zu Kunst und Kultur.
Stadt und Kino sind in ihrer historischen Entwicklung eng miteinander verflochten. Welchen Einfluss hatte das Kino auf die Transformation in der Kunst und Kultur? Berit Hummel analysiert die Interdependenzen zwischen dem US-Experimentalkino und seinem in Umstrukturierung befindlichen urbanen Umfeld in New York ab 1960 mithilfe medienarchäologischer, kunst- und filmwissenschaftlicher sowie raumtheoretischer Zugänge. Dabei fokussiert sie auf zwei Perspektiven städtischer Wirklichkeiten: eine sich an nicht-linearen Prinzipien des Zufälligen und des Absurden orientierende und eine auf den Formenkanon des filmischen Realismus rekurrierende, die beide im Kontext des gesellschaftlichen Wandels gelesen werden müssen.