
Im 19. Jahrhundert verbreitete sich populäres Wissen über Tiere in historisch beispielloser Weise. Dabei spielten Bilder eine tragende Rolle: Von Buchillustrationen über zoologische Gärten bis zu Dioramen wurde es einem breiten Publikum möglich, sich ein Bild von Tieren zu machen, die bislang allenfalls Randerscheinungen der gestalteten Lebenswelt waren. Häufig war dieses Bild durch künstlerische Konventionen geprägt, umgekehrt erhielt die Kunst Impulse aus populärwissenschaftlichen Präsentationen. Die Beiträger*innen zeigen, wie zwischen imperialem Anspruch, der Umwälzung der Naturkunde durch die Evolutionstheorie und ersten Bemühungen um den Tierschutz Vorstellungen der Fauna entstanden, die das Verhältnis des modernen Menschen zu Tieren prägen sollten.
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