
Intimität steht nicht jenseits des Politischen. Sie ist eng mit gesellschaftlichen Normen und Machtverhältnissen verwoben, die einerseits durch Vorstellungen und Praktiken des Intimen gestützt, andererseits aber auch durch diese irritiert und unterwandert werden können. Im Aktualisieren, Durchbrechen, Überschreiten oder Neuentwerfen ebenso etablierter wie experimenteller Praktiken des Intimen liegt interventionistisches Potenzial, das besonders in den Künsten, in der Theorie, in sozialen Beziehungen und politischen Bewegungen realisiert werden kann. Die Beiträger*innen schlagen eine Brücke zwischen Theorie und Praxis und liefern Impulse für ein geschärftes Verständnis des Intimen.
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