Wicked Shadow ist ein krönender Abschluss und konnte mich mit seinen analytischen Figuren sehr überraschen. Die Storyline war zwar recht schlicht, wurde jedoch durch einige Thrillerelemente spannend aufgewertet. Besonders die Chats waren unglaublich fesselnd, auch wenn ich gefühlt nur die Hälfte verstanden habe. Das spricht definitiv für die Fachlichkeit, allerdings weniger für den Lesefluss. Zumindest fiel es mir persönlich teilweise schwer, komplett durchzublicken.
Dennoch finde ich es schön, wie die Storylines der drei Bände an bestimmte Settings geknüpft sind, die Sienna, Ramona und Blair miteinander verbinden und ihre Freundschaft hervorheben. Unsere Protagonistin Blair hebt sich durch ihre charakterlichen Eigenheiten und ihre soziale Inkompetenz deutlich ab. Sie ist analytisch, distanziert, kühl und trotzdem unglaublich liebenswert. Ihre Entwicklung zu beobachten, war spannend, denn man merkt deutlich, wie sie langsam auftaut und über sich hinauswächst.
Shadow hingegen wirkte durch die eingebauten Perspektivwechsel sehr vielschichtig und faszinierend. Besonders seine obsessive Seite mochte ich sehr, weshalb ich das erste Aufeinandertreffen von Butterfly und Shadow kaum erwarten konnte. Die Lovestory empfand ich als eher unschuldig, da die Figuren bereits in jungen Jahren miteinander wachsen. Gleichzeitig sind beide auf ihre eigene Art speziell und ergänzen sich dadurch perfekt.
Auch der Spice war interessant gestaltet, weil die Spannung von Beginn an aufgebaut wird und sich schließlich entlädt. Die letzten Seiten fühlten sich wie eine Erlösung an, denn unsere Protagonistin konnte endlich ihr Alter Ego ablegen und ihren finalen Coup durchführen.
Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, auch wenn ich nicht alles vollständig verstanden habe. Ich gebe dem Buch 4 Herzen. Die gesamte Reihe war spannend, die Figuren einzigartig und leidenschaftlich und deshalb fällt mir der Abschied von ihnen alles andere als leicht.