Annelieses Junggesellinnenabschied auf einer einsamen schwedischen Schäreninsel verspricht ein traumhaftes Wochenende zu werden. Einzig Journalistin Tessa fühlt sich unwohl, erinnert sie sich doch daran, daß dort vor 10 Jahren vier Frauen spurlos verschwanden. Plötzlich treibt das sicher vertäute Boot im offenen Meer, die Gruppe sitzt auf der Insel fest. Geheimnisse und Feindseligkeiten kommen ans Licht und eine Teilnehmerin wird tot aufgefunden. Tessa weiß, daß jemand auf der Insel ist, der Rache will.
"Bachelorette Party" von Camilla Sten hat mich nicht ganz überzeugt. Irgendwie ist hier alles etwas verwirrend. Nicht nur, daß es die Zeitebenen der Gegenwart und dem Geschehen vor 10 Jahren gibt, zwischendurch springt die Handlung noch lustig auf das Geschehen davor und danach und das noch nicht einmal in Reihenfolge. Wem das an Verwirrung noch nicht reicht, der findet hier Charaktere, die man kaum auseinanderhalten kann. Für mich war hier ein Charakter wie der andere. Sie lebten alle in einer völlig abgehobenen Welt, spielten vor, gut befreundet zu sein, was aber offensichtlich nicht der Fall war. Bis auf Tessa bleiben hier alle sehr blaß und unnahbar. Was nicht heißt, daß Tessa sympathisch gewesen wäre. Sie wird mir hier viel zu übertrieben dargestellt, ertrinkt förmlich in Selbstmitleid. Einen echten Bezug konnte ich hier zu niemandem aufbauen. Zudem plätschert die Handlung ziemlich lange einfach nur vor sich hin. Da hilft es schon fast nicht mehr, daß es zum Schluß dann doch noch spannend wird. Das alles ist sehr schade. Denn die Autorin hat einen richtig tollen Schreibstil, der diese an sich gute Grundidee zu einem Pageturner hätte machen können.