Nach traditionellem Verständnis greift die Fusionskontrolle nur bei externem Unternehmenswachstum ein, das geeignet ist, die Marktstruktur zu verändern. Wie wirkt sich die fusionskontrollrechtliche Erfassung sog. killer acquisitions auf dieses Verständnis aus?
This volume examines to what extent expanding the scope of merger control to so-called killer acquisitions affects two paradigms of merger control: (i) that it only applies to external growth, and (ii) that it is mainly a tool for controlling market structure. Erwirbt ein großer Konzern ein Start-Up, das noch keine oder nur geringe Umsätze erzielt, aber ein großes Marktpotential birgt, kann sich dies negativ auf den Wettbewerb und die Konsumentenwohlfahrt auswirken. Der Fusionskontrolle bereiten diese potentiellen killer acquisitions Schwierigkeiten, da sie nach traditionellem Verständnis lediglich externes Unternehmenswachstum begrenzt und nur dann eingreift, wenn ein Zusammenschlussvorhaben geeignet ist, die Marktstruktur zu verändern. Wie müssen diese Grundsätze unter Berücksichtigung ihrer Bedeutung für das System des Wettbewerbsrechts angepasst werden, damit die Fusionskontrolle Zusammenschlüsse erfassen kann, die ihren Schutzzwecken zuwiderlaufen, ohne dabei jeden Austauschvertrag der Fusionskontrolle zu unterwerfen?
Inhaltsverzeichnis
Einführung
§ 1 Gegenstand der Untersuchung
§ 2 Ziel der Untersuchung
§ 3 Gang der Untersuchung
Teil 1: Grundlegung
§ 1 Einleitung
§ 2 Schutzzwecke des Kartellrechts und der Fusionskontrolle
§ 3 Paradigmen der Fusionskontrolle
§ 4 Gesamtergebnis zu Teil 1
Teil 2: Die fusionskontrollrechtliche Erfassung von Zusammenschlüssen mit Potentialen
§ 1 Einleitung
§ 2 Das Problem: killer acquisitions
§ 3 Der Umgang mit killer acquisitions im Wettbewerbsrecht
§ 4 Vereinbarkeit mit dem bestehenden System des Wettbewerbsrechts
§ 5 Gesamtergebnis zu Teil 2
Teil 3: Konsequenzen für die Anwendung der Fusionskontrollvorschriften
§ 1 Einleitung
§ 2 Formelle Fusionskontrolle
§ 3 Materielle Fusionskontrolle
§ 4 Gesamtergebnis zu Teil 3
Schlussfolgerungen
§ 1 Schlussfolgerungen aus Teil 1
§ 2 Schlussfolgerungen aus Teil 2
§ 3 Schlussfolgerungen aus Teil 3