Inhalt:
Paisley darf am renommierten Weatherstone College studieren. Dort will sie lernen, ihre Kräfte zu kontrollieren und voll zu erwecken, denn bisher ist alles nur sehr schwach ausgeprägt. Allerdings wechselt Logan Kingston an ihr College, ein mächtiger Spellcaster, und Feind der Familie, die nach Paisleys Leben trachtet. Doch dann tauchen auch noch Monster auf dem Gelände auf, die es ebenfalls auf Paisley abgesehen zu haben scheinen...
Meine Meinung:
Für mich ist es das erste Buch der Autorin, wobei ihre Supernatural Academy-Reihe noch auf meinem SuB liegt. Das Cover ist nicht unbedingt nach meinem Geschmack, ich finde es etwas kitschig, und nach dem Lesen auch etwas unpassend, da Logan eine viel kleinere Rolle spielt als das Cover vermuten lässt. Für mich zählt der Inhalt des Buches aber sowieso mehr als das Cover, weshalb das meine Bewertung nicht beeinflusst.
Der Prolog war enorm spannend und hat mich sofort in die Geschichte reingezogen. Ich wollte unbedingt wissen, wie wir zu den beschriebenen Ereignissen kommen werden. Ansonsten startet die Geschichte erstmal ruhig. Mir gefällt, dass wir Zeit haben, das Magiesystem und das College kennenzulernen und auch am Unterricht teilzuhaben. Das hilft enorm, die Welt besser zu verstehen. Der eher seichte Schreibstil gefällt mir auch, so findet man sehr leicht einen Zugang zur Geschichte.
Paisley kommt mir manchmal etwas jung vor, aber ich denke, das liegt auch einfach an ihrer Welt. Die Kinder kommen hier erst mit 10 Jahren in die Schule, weil erst mit 22 Jahren ihre Magie erwacht. Daher halte ich diese quasi verzögerte Entwicklung für realistisch. Mich stört aber, dass sie von ihrer Familie so krass als Nesthäckchen behandelt wird. Ihr Bruder ist nur etwas mehr als ein Jahr älter.
Zu Beginn wird auch sehr stark betont, dass Paisley mit ihrem Wechsel zum College nun einer Gefahr ausgesetzt ist und zwar Logan Kingston. Für mich war etwas unklar, warum das nur auf Paisley bezogen wird. Wenn seine Familie ihre Familie so sehr hasst, dann müsste sich dieses Gefühl auch gegen ihre Geschwister richten. Es lag schnell die Vermutung nahe, dass Paisley eine größere Rolle bei einem tragischen Ereignis, das zu diesem Hass geführt hat, zukommt. Trotzdem: damals war sie ein kleines Kind.
Logan wirkt dagegen unnahbar und scheint so gar nicht von dem angeblichen Hass auf Paisley beeinflusst. Ich hatte eher den gegenteiligen Eindruck. Leider hinterfragt Paisley hier zu wenig und nutzt die Gelegenheiten nicht ausreichend, um Logan ihre Fragen zu stellen. Paisley ist in ihrem Hass gefangen und lässt keine andere Meinung zu, was ich sehr schade fand.
Die Geschichte wird komplett aus der Ich-Perspektive von Paisley erzählt. Damit kommen wir ihr sehr nahe. Im Laufe der Handlung entwickeln sich ihre Kräfte weiter, doch sie scheint weiterhin blockiert zu sein. Die meiste Zeit verbringt sie in Angst vor den Monstern, die immer wieder auf dem Collegegelände auftauchen.
Die Enthüllungen am Ende waren zum Teil leider wenig überraschend, vieles deutet sich im Laufe der Handlung an. Doch die Hintergründe bleiben offen und machen neugierig auf den zweiten Band. Hier steckt definitiv noch mehr dahinter.
Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen und ich möchte den zweiten Band definitiv lesen.