Was für ein Debüt
Das Cover finde ich klasse gestaltet. Die Bank spricht für sich ebenso die Düsternis die man direkt spürt.Die Protagonisten sind sehr authentisch und bildhaft beschrieben, jeden einzelnen konnte ich mir sehr gut vorstellen aber auch in ihren Charakteren und Emotionen sind sie toll gezeichnet.Die Autorin hat einen sehr flüssigen, bildgewaltigen und spannenden Schreibstil, der mit Ironie und Humor gespickt ist.Ich kenne die Gegend, mein kleiner Bruder wohnt dort und zwischendurch habe ich wirklich gedacht, den will ich gar nicht mehr besuchen,denn was wir in diesem Krimi kennenlernen ist eine ungeschönte Beschreibung derer, die an diesem Krimi beteiligt sind.Themen wie Hass, Stalking, Rache, Neid und Nachbarschaftskrieg werden hier auf eine ganz authentische Ebene gebracht.Erschreckend fand ich die Wahrheit über das deutsche Rechtssystem, in dem die Täter besser geschützt sind als die Opfer. -Wahnsinn-.Die ganze Zeit habe ich mitgefiebert und gedacht, was muss noch passieren, damit einem unbescholtenen Bürger geglaubt wird.Der Spannungsbogen war extrem hoch, denn immer wieder hat man mit einer Eskalation gerechnet, aber auch sehr vielschichtig.Sowohl die Ermittler als auch die Leser konnten hier mit recherchieren aber jeder der Mitbürger hatte Leichen im Keller, dass man letztendlich nicht auf den Mörder gekommen wäre. Was ich an diesem Krimi besonders hervorheben möchte, denn er war trotz der hohen Seitenzahl nicht einmal verwirrend oder unlogisch. Der Prolog war sehr spannend und wurde im Buch toll aufgegriffen und ließ auch hier keine Fragen offen.Die humorvollen Sequenzen haben dem Ganzen ein wenig den Schrecken genommen und das Ende hat mich wirklich unglaublich überrascht.Ich gebe hier einen ganz klare Leseempfehlung, denn dieser Krimi ist spannen, vielschichtig, authentisch und geht sehr in die Tiefe und Abgründe der Menschheit. Was den Lokalkolorit betrifft, war ich begeistert.Chapeau und vielen Dank