Spannender Krimi mit viel Eifeler Lokalkolorit
Ich durfte die sehr sympathische Autorin im Herbst 2025 beim Ladies Crime Festival in Speyer persönlich kennenlernen. Bei dieser Gelegenheit hat sie mir Ihren Debütkrimi Tod unter Wacholdern mit einer wundervollen Widmung geschenkt. An dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank dafür.Da ich nur einen Katzensprung von der Eifel entfernt wohne und Regionalkrimis sehr mag, war ich wirklich gespannt auf die Geschichte. Es geht um Biologin Alex Cameron, die zusammen mit Fred und Max ein altes Bauernhaus in dem kleinen Vulkaneifeldörfchen Loogh saniert, um dort die Wochenenden als WG zu verbringen und sich vom Stadtleben zu erholen. Als in einem Wacholderschutzgebiet in der Nähe eine Leiche in seltsamer Haltung auf einer Bank gefunden wird, ist es vorbei mit der Ruhe. Hauptkommissar Leo Werner aus Daun ist mit den Ermittlungen beauftragt, aber es stellt sich heraus, dass die Dorfbewohner der Polizei immer ein Stückchen voraus sind und auch die Wochenend-WG ermittelt kräftig mit. Was ist passiert und vor allem: Wie kommt der Tote da hoch oben auf dem Hönsel auf die abgelegene Bank?Ich mag Regionalkrimis sehr. Dass er auch noch in der Eifel spielt, war ein zusätzliches Schmankerl für mich, denn hier kenne ich mich ein bisschen aus. Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der mich extrem neugierig gemacht hat. Die oft sehr kurzen Kapitel machen es dem Leser leicht, schnell noch ein Kapitelchen dranzuhängen. Neben dem typischen Dorfleben beschreibt die Autorin witzige Szenen in der WG sowie düstere Entwicklungen in einem Nachbarschaftskrieg und Stalking. Das ergibt eine tolle Mischung, die mich mitgezogen hat. Der Spannungsbogen bleibt von Beginn an hoch und ich wusste bis zum Schluss nicht, was passiert ist. So etwas liebe ich sehr. Dieser Debütroman ist für mich von Aufbau und Spannung her ein echtes Meisterwerk, clever und durchdacht aufgebaut. Spannende Plottwists brachten mich immer wieder in Überlegung, wie das alles zusammenhängen könnte. Auch wenn ich zum Ende hin einen Verdacht hatte, so hat die Autorin es doch ständig geschafft, mich erneut zu verunsichern. Und am Ende musste ich mir eingestehen, dass nicht jedes Todesopfer Mitleid verdient¿Wenn ich es nicht genau wüsste, hätte ich niemals gedacht, dass es sich bei diesem tollen und durchdachten Regionalkrimi um ein Debüt handelt. Der Schreibstil ist absolut klasse. Die Autorin hat es geschafft, durch geschickte Wechsel zwischen Humor und spannenden Wendungen einen dauerhaft hohen Spannungsbogen zu halten. Protagonistin Alex ist absolut sympathisch und ich habe mich sehr gut in sie hineinversetzen können. Sie ist auch genau so, wie man sich eine gute Freundin vorstellt.Die Geschichte ist durchdacht, nachvollziehbar und zeugt von Ortskenntnis. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, eigentlich genau passiert ist. So gehört sich das bei einem guten Krimi. Die Geschichte hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich wieder wunderbar unterhalten und ich freue mich auf weitere Geschichten der Autorin. Gerne gebe ich diesem Krimi 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.