"Der Histamin Masterplan" beginnt mit einem knapp 50-seitigen Einstiegsteil, in dem zu unterschiedlichsten Aspekten rund um Histamin und den Umgang mit Symptomen, die durch einen Histaminüberschuss entstehen können, aufgeklärt wird. Den Rest des Buches machen Rezepte aus.
Ich habe mich bisher wenig mit Histamin befasst, entsprechend war mein Wissen zu dem Thema gering. Für meinen Wissensstand war der gut verständliche Einstieg genau richtig. Zunächst wurde erklärt, was Histamin überhaupt ist, was ein Histamin-Überschuss-Syndrom ist und zu welchen Symptomen dieses führen kann. Auch wurde gut erklärt, welche Ursachen es für ein Zuviel an Histamin im Körper gibt. Da es keine einfache Untersuchung und damit Diagnose gibt, wird diesem Aspekt entsprechend viel Raum gegeben. Genauso verhält es sich mit der Behandlung und Ernährung es gibt kein one fits all, sondern es braucht individuelle Lösungen und damit verbundenes Ausprobieren. Das ist für mich ein bisschen die Quintessenz des Buches: Es gibt Dinge, die helfen wie genau das bei jedem oder jeder individuell funktioniert, muss erprobt werden. Mit diesem Buch werden Ansätze und Hinweise geliefert. Diese Herangehensweise ist mir sehr sympathisch, auch wenn sie Arbeit erfordert. Vorgefertigte Ideallösungen gibt es in dem Buch weniger.
Die Rezepte sind vielfältig, einige mit Fisch und Fleisch, andere vegetarisch. Auch gibt es Rezeptideen fürs Frühstück, für zwischendurch oder den Nachtisch und für Hauptmahlzeiten. Bei den Rezepten stehen auch immer Angaben zu kcal, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate und Ballaststoffe dabei. Außerdem werden Icons verwendet, sodass man auf den ersten Blick sieht, ob ein Rezept vegan oder vegetarisch ist, oder ob beispielsweise Gluten oder Lactose enthalten ist. Bei allen Rezepten sind ansprechende Fotos dabei. Die meisten Rezepte enthalten Zutaten, die im Supermarkt gut zu bekommen sind. Ausnahme hierbei sind Verjus und Coco Aminos, die histaminärmer als normaler Essig und Sojasauce sein sollen.
Wie bei jeder Rezeptsammlung finde ich einige Rezepte sehr reizvoll und andere weniger. Die Rezepte, die ich ausprobiert habe und/oder mir im Detail angeschaut habe, sind relativ alltagstauglich, gut zu verstehen und erfordern bei einer guten Grundausstattung keine Großeinkäufe.
Ich habe einiges neu gelernt, einige Anregungen mitgenommen und mein Rezeptrepertoire um einige Rezepte erweitert.