Im Alter von 11 Jahren hat Josefine Schneiders begonnen Handball zu spielen. Was zunächst ein Hobby war, wurde schnell zur Passion für sie. Mit Talent, Disziplin und viel Ehrgeiz schaffte sie es bis in den Leistungssport und spielte mit ihrer Mannschaft in der Bundesliga. Nur hat leider das Profisystem der Frauen in Deutschland immer noch nur wenig mit dem im Männerbereich zu tun.
Schneiders, die mittlerweile ihre aktive Sportlerkarriere beendet hat, ist eine Vorreiterin im Social Media Bereich zum Thema Handball. Sie scheut sich weder online noch in ihrem Buch auf Defizite hinzuweisen und die körperlichen und mentalen Gefahren des Leistungssports klar zu benennen. Sie zeigt aber nicht nur mit dem Finger auf andere, sondern spricht auch über eigene Erlebnisse und teilt Strategien, die ihr zu Stärke verholfen haben. Es geht um ihre Leidenschaft zum Handball als einen, im Vergleich zu manch anderer Sportart, unberechtigterweise eher unterrepräsentierten Sport, Ungerechtigkeiten im Frauensport allgemein, red flags für junge Sportler:innen und damit verbundene Traumata. Dabei ist die Sprache keineswegs von oben herab, sondern die Autorin erzählt vielmehr wie eine Freundin. Josefine Schneiders Buch kann als Autobiografie angesehen werden, welche gleichzeitig auch Grundsätze im Leistungssport anspricht, die ganz allgemein auch auf ein außersportliches Berufsleben übertragbar sind.