Das Dorf Saint-Andre-du-Perigord gerät in Aufruhr, als ein reiches Paar aus Paris dort ein Anwesen kauft und es restaurieren läßt. Kommissarin Marie Mercier hat für den Dorfklatsch aber keine Zeit, denn sie muß mit Großtante Leonie ein Festmahl vorbereiten, das Georges sich gewünscht hat. Der Grund dafür ist sein Geheimnis und sorgt für Spekulationen. Da erreicht Marie der Anruf, daß auf dem Anwesen der neuen Bewohner ein Unfall passiert ist, der sich als Mord entpuppt hat. Die hochschwangere Eigentümerin ist aus dem Dachfenster gestoßen worden. Marie und Richard suchen fieberhaft nach dem Grund für so einen brutalen Mord. Sie stoßen auf Neid, Mißtrauen und Vorurteile. Viele Leute kommen als Mörder in Frage, aber zunächst fehlen die Beweise. Jetzt muß Tante Leonie allein das Festmahl zubereiten, denn Marie ist auf Mördersuche.Nachdem der vierte Band ihrer Perigord-Serie meiner Meinung nach etwas geschwächelt hat, findet Julie Dubois im fünften Band zur gewohnten Stärke zurück. Der Roman "Gefährliche Aussicht" ist spannend erzählt. Die eigentliche Geschichte um ein besonders schockierendes Verbrechen rückt wieder mehr in den Vordergrund, aber das Private bei dem Ermittlerduo Marie und Richard entwickelt sich auch weiter. Natürlich wird wieder gekocht, daß einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Man hat das Gefühl im Perigord ist immer Sommer und die Menschen genießen das Leben in vollen Zügen. Das färbt beim Lesen irgendwie ab. Die Laune hebt sich sofort, ganz egal, wie das Wetter draußen ist. Das Buch sorgt für eine Wohlfühlatmospäre und wird auch mit Band 5 nie langweilig!