Ich bin mit hohen Erwartungen an Bulletproof, dem 4. Band der Dark Forces Reihe, herangegangen.
Positiv hervorheben muss ich definitiv den Schreibstil. Das Buch lässt sich, wie auch die Vorgänger, sehr flüssig und schnell lesen. Man kommt gut durch die Seiten, auch wenn einige Kapitel aus Briars Sicht länger sind. Genau dieser leichte Schreibstil ist etwas, das ich an der Reihe immer sehr geschätzt habe.
Was für mich allerdings überhaupt nicht funktioniert hat, war das Setting. Ich hatte erneut auf das intensive Military-Feeling gehofft, das die vorherigen Bände für mich so besonders gemacht hat. Stattdessen wirkte das Kleinstadt-Setting eher wie eine Story rund um eine Gruppe Männer, die Geschwindigkeit lieben und die Stadt aufmischen. Dieses typische Dark-Forces-Gefühl hat mir hier leider gefehlt.
Auch mit den Charakteren wurde ich nicht warm. Briar wirkte auf mich sehr naiv und insgesamt ziemlich oberflächlich. Aber auch Roman konnte mich emotional kaum erreichen, weil es an Tiefe gefehlt hatte. Besonders schade fand ich, dass beide Charaktere im Laufe der Geschichte kaum Entwicklung gezeigt haben. Ich hatte ständig das Gefühl, dass ihnen etwas fehlt, das sie interessanter macht.
Zusätzlich habe ich mich während der gesamten Story immer wieder gefragt, worauf der Plot eigentlich hinauswill. Es werden viele Dinge angedeutet oder angeschnitten, aber die große Aufklärung blieb für mich aus. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass etwas Wichtiges kommen müsste, doch dann war da auch schon das Ende, bei dem man eher mit offenen Fragen zurückgelassen wird.
Insgesamt ist Bulletproof für mich leider der schwächste Band der Dark Forces Reihe. Weil ich die anderen Teile so geliebt habe, war die Enttäuschung hier umso größer. Meine Erwartungen konnte dieser Band leider nicht erfüllen und das macht mich auch traurig, weil die Dark Forces Reihe damit abgeschlossen sein soll.