In kaum einem anderen Industrieland ist der Bildungserfolg so stark vom familiären Hintergrund abhängig wie in Deutschland. Häufig wird dafür das mehrgliedrige Schulsystem mit seiner frühen Selektion verantwortlich gemacht. Doch Bildungsungleichheiten entstehen nicht nur durch den Übergang in unterschiedliche Schulformen, sondern auch durch die Wahl der konkreten Einzelschule. Dieses Buch untersucht, ob auch hier herkunftsbezogene Ungleichheiten bestehen und wie sich diese auf den weiteren Bildungserfolg auswirken. Es rückt damit einen bislang wenig beachteten Aspekt von Bildungsungleichheit in den Fokus.
In kaum einer anderen modernen Industrienation hängt der Bildungserfolg so stark vom familiären Hintergrund ab wie in Deutschland. Als Ursache dafür werden häufig das mehrgliedrige Bildungssystem und die damit verbundene frühe Selektion der Schüler*innen auf die unterschiedlichen Schulformen angeführt. Ohne Zweifel tragen herkunftsbezogene Ungleichheiten beim Übergang von der Grundschule in die verschiedenen weiterführenden Schulformen maßgeblich zur Genese von Bildungsungleichheiten bei - aber ist das alles? Auch zwischen Schulen derselben Schulform können enorme Unterschiede bestehen, weshalb ungleiche Bildungschancen auch daran gekoppelt sein sollten, an welche konkrete Einzelschule der Übergang erfolgt. Diese Überlegung greift dieses Buch auf und geht der zentralen Frage nach, inwieweit auch in Bezug auf die Wahl der konkreten Einzelschule herkunftsbezogene Ungleichheiten bestehen und inwiefern diese sich im Weiteren auf den Bildungserfolg der Schüler*innen auswirken.
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