Counting Days ist ein das ein Standalone-New-Adult-Roman der deutschen Debütautorin Steffi Kuhlmann und erschien im Knaur-Verlag.
Inhalt
Erst verliert sie ihren Job und dann liegt auch noch ihr Zwillingsbruder Damian nach einem schwerem Unfall im Krankenhaus Dalia könnte sich echt ein leichteres Leben vorstellen. Nun zieht es sie zurück in ihre Heimatstadt Heidelberg, um für ihre Familie und besonders ihren Bruder da sein zu können. Allerdings trifft sie dort auch auf Alexander. Alexander, ihr Exfreund, dessen Trennung sie tief verletzt hat. Trotzdem kommen sie sich erneut näher. Dalia muss sich fragen: Kann sie ihm trotz ihrer gemeinsamen Vergangenheit noch eine Chance geben?
Gestaltung
Ich persönlich bin ein großer Fan von Figuren auf Covern, weshalb mich Counting Days sofort angesprochen hat. Auch die Farbgebung ist toll, ich mag die dezenten Pink- und Violetttöne, die auch gut zum Genre New Adult passen, auch wenn es dadurch leider nur wenige unter anderen Büchern hervorsticht.
Was mir dafür aber besonders gefallen hat, war die Gestaltung der Innenklappen. Darauf sind Fotos aus Heidelberg zu sehen, die besondere Schauplätze für die Geschichte sind und von den Figuren kommentiert wurden. Dadurch konnte man die im Buch beschriebenen Orte auch noch einmal bildlich ansehen, was mir besonders gefällt.
Schreibstil
Der emotionale und mitnehmende Schreibstil von Steffi Kuhlmann hat mir gefallen. Ich empfand ihn als angenehm und flüssig. Besonders mochte ich den einfühlsamen Umgang mit wichtigen gesundheitlichen und familiären Themen, die die Zielgruppe von New Adult wirklich bewegen.
Ganz besonders hervorheben möchte ich die ausgezeichnete Beschreibung des Settings. Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem ich mir die Orte so gut vorstellen konnte, denn man hat durch den Schreibstil gemerkt, dass die Autorin ebenso aus Heidelberg kommt wie ihre Protagonistin.
Die Szenen aus der Vergangenheit ermöglichen einen noch tieferen Einblick in die gemeinsame Vergangenheit der beiden Protagonisten.
Spannungsbogen
Grob passt der Spannungsbogen zu einem typischen Romance-Buch: mehr Spannung durch Emotionen, als dass wirklich etwas passiert. Es wird auch erst nach einigen Seiten spannend, sodass es mir anfangs etwas schleppend vorkam. Auch zwischendurch fand ich die Geschichte etwas langatmig.
Figuren
Wovon ich dagegen ein großer Fan bin, sind die Figuren, besonders die Protagonisten Dalia und Alexander. Beide waren mir direkt sympathisch und reflektieren ihr Verhalten viel, was ich besonders gern lese. Zwar gab es zwischendurch auch das typische Hin und Her, aber die beiden sprechen miteinander, was mir sehr gefiel. Auch die Nebenfiguren, die ebenfalls gut ausgearbeitet erscheinen, musste ich direkt ins Herz schließen.
Fazit
Insgesamt ist Counting Days ein sehr gelungener Debütroman, der mich vor allem durch seine reflektierten, gut durchdachten Figuren und den mitnehmenden Schreibstil überzeugt. Außerdem mochte ich den einfühlsamen Umgang mit gesundheitlichen und familiären Themen. Das Buch weist zwar kleine Schwächen auf, vor allem durch einige langatmige Stellen, trotzdem kann ich die Geschichte allen ans Herz legen, die eine berührende Second-Chance-Romance lesen möchten. Ich vergebe vier Sterne.