Habe es geliebt, als ich es mit 14 zum ersten Mal gelesen habe. Und liebe es immer noch, wenn ich es Jahre später in die Hand nehme!
Lyra lebt in einer Welt, die sich ganz nach unserer Welt anfühlt - und doch ganz anders ist. Und um ihren Onkel auf einer Mission zu retten, von der sie selbst noch nicht alles versteht, muss sie alles vergessen, was sie bis jetzt über ihre Welt gelernt hat und über sich hinauswachsen.Ich habe das Buch mit 14 das erste Mal gelesen und war damals schon fasziniert von der komplexen Welt, von der mir so viel vertraut war und die doch auch so fantastisch war. Ich fand die verschiedenen fantastischen Völker wie die Panserbjørne oder die Hexen spannend und komplex beschrieben, aber auch die einzelnen Charaktere waren toll aufgebaut. Zwar sind mir 1,2 kleine Fehler aufgefallen, dass beispielsweise der Daemon eines Erwachsenen als anderes Tier beschrieben wurde, doch das hat mich nicht gestört, da es so viele andere Details gab, in die man versinken konnte. Am Spannendsten war für mich jedoch das Konzept der Daemonen. Dass es einen großen Teil der eigenen Identitäts-Findung in so einem simplen und doch vielseitigem Konzept widerspiegelt, hat mich fast ein bisschen traurig werden lassen, dass ich in einer Welt lebe, in dem ich keinen eigenen Daemonen besitze.Insgesamt habe ich festgestellt, dass das ganze Universum für mich nach wie vor seinen Reiz nicht verloren hat. Im Gegenteil - diese Geschichte mit Anfang 20 noch einmal zu lesen lässt einen das Erwachsen werden, das Finden der eigenen Identität und das kleine bisschen Kind bleiben, das wir uns alle vielleicht noch bewahren wollten, mit anderen Augen betrachten.