Verklemmte Fanatiker
Das Buch beschreibt das Leben von Nigel. Er wuchs in einem Pub mit einem Alkoholiker als Vater und einer sehr frigiden Mutter auf. Als beide starben sucht er sich einen anderweitigen Gesellschaftsersatz. Er fangt Menschen von der Straße, die für ihn nur Tiere sind, und hält sie zu seiner Belustigung im Keller. Erst als sein Schwarm von der Arbeit zu Besuch kommt, wird sein Spiel aufgedeckt.Das Buch liest sich angenehm und die Handlung ist schlüssig. Der verklemmte Sohn der seine innersten Gefühle durch abnormales Verhalten zum Ausdruck bringt. Insgesamt hat mich die Geschichte jedoch nicht so sehr mitgenommen. Eines der schwächsten Bücher von Simon Beckett.Vielleicht liegt es an der klischeehaften Darstellung von Nigel, man kann nachvollziehen was er macht, aber ich konnte keinen Draht zu ihm aufbauen. Da ein Großteil des Buches aus inneren Monologen von Nigel besteht, macht es dies natürlich schwierig.Auch das offene Ende fand ich nicht sehr gelungen. Ich hätte mir an dieser Stelle einen runden Abschluss gewünscht.Das Buch kann als einfache Lektüre für Zwischendurch empfohlen werden. Es ist allerdings keines das man unbedingt gelesen haben muss.