CoverObwohl gelb nicht zu meinen Favoritenfarben gehört mag ich das Gesamtbild dieses Covers eigentlich ganz gerne. Persönlich finde ich, dass es durchaus schönere und passendere Details zum Inhalt hätte geben können, so wirkt es doch sehr zusammenhanglos.Meine MeinungWährend Lucy Score - die Autorin - bereits eine bekannte Größe ist, habe ich mit diesem Buch mein erstes von ihr gelesen. "Mr. Fixer Upper" habe ich nicht nur gekauft, weil die Geschichte humorvoll und lesenswert klang, sondern auch weil ich die ähnlich klingende Fernsehserie Fixer Upper abgöttisch liebe.Aus welchen Gründen auch immer bin ich davon ausgegangen, dass wir das Buch nur aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Paige erleben, was gar nicht stimmt, denn es gibt durchaus eine Handvoll Kapitel bzw. Abschnitte aus Gannons Sicht. Paige ist störrisch, pragmatisch und ein kleines Organisationstalent. Als wichtiger Teil der Filmcrew geht es hinter den Kameras der Show King of Construction heiß her - vor allem zwischen Paige und Gannon, die immer mal wieder aneinander geraten. Persönlich konnte ich mit Paige nicht immer etwas anfangen. Gerade ab dem Mittelteil bis zum Ende war ich von ihrem Verhalten irgendwann nur noch frustriert. Ja, ich kann verstehen, wenn man an seinen Prinzipien festhält und einen Fehler nicht wiederholen will, doch hier drehen sich die Diskussionen im Kreis, es gibt kein Vor und kein Zurück, Paiges Einsicht dauerte mir schlichtweg zu lang. Auch der Grund für den Streit war so aus der Luft gegriffen und dafür, dass Paige das Reality-TV in und auswendig kennt, hätte sie zumindest versuchen können hinter die Fassade zu schauen.Auch Gannon war für mich nur ganz in Ordnung. Ehrlich gesagt fand ich den Großteil der Streitereien zwischen den beiden ziemlich unnötig und seine ewige Wiederholung des Kosenamens Prinzessin war ziemlich schnell ganz schön ausgelutscht. Darüber hinaus fand ich sein Engagement Paige zurückzubekommen schön anzusehen, ich habe seine Beziehung zu seiner Schwester Cat und seiner Großmutter geliebt, habe aber ewig gebraucht um zu schnallen, dass der Gute gar kein Amerikaner sondern ein Italiener ist. Ups. Nicht das das etwas ändern oder so, überrascht war ich trotzdem.Der Schreibstil als solcher war schön verständlich, flüssig und hatte ein paar humorvolle Dialoge. Wenn ich mir aber den Inhalt im Vergleich dazu heranziehe, war das Buch insgesamt nicht so lustig wie ich es erwartet hätte. Dazu kommt, dass es jede Menge Abschnitte gab, wo die Geschichte einen unerwarteten Zeitsprung macht, wo es mich an einigen Stellen echt etwas gestört hat. Manche Szenen wirkten dadurch so abgehackt, so auseinander gezerrt und hätten vielleicht noch den ein oder anderen Blick hinter die Stirn unserer Protagonisten gewährt.FazitFür mich war das Buch leider nur ganz okay. Ich habe einfach mehr Humor, mehr Leichtigkeit und etwas weniger Sturheit von Paige erwartet, wenngleich ich die Show als solche immer wieder ganz spannend und auch emotional fand, wenn hervorgehoben worden ist, für welche Menschen die Häuser renoviert werden.Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.