Knox wirkt anfangs wie der klassische Badboy voller Klischees - doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr Tiefe bekommt er. Der Perspektivenwechsel zwischen Knox und Paisley hat mir dabei besonders gefallen, weil man beide nicht nur versteht, sondern richtig fühlt. Das Setting in Aspen ist einfach traumhaft. Schnee, Berge, Winterwonderland - ich habe es geliebt, diesen Ort gemeinsam mit Paisley zu entdecken. Paisley bringt eine schwere Vergangenheit mit, doch ihre große Leidenschaft - Eiskunstlaufen - verleiht ihr unglaublich viel Stärke. Man spürt auf jeder Seite, wie sehr die Autorin diesen Sport liebt. Die Recherche, die Emotionen und die Authentizität haben mich total abgeholt. Knox ist Snowboardstar mit Erfolgsdruck und inneren Konflikten, Paisley auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Beide tragen dunkle Orte in sich, beide wachsen - und ihre Beziehung entwickelt sich langsam, ehrlich und absolut nachvollziehbar. Kein Insta-Love, sondern echtes Gefühl. Ich habe gelacht, geweint und komplett mitgefühlt. Einziger kleiner Kritikpunkt: Das Ende kam mir etwas zu plötzlich, nachdem zuvor so viel emotionale Tiefe aufgebaut wurde. Like Snow We Fall hat mich von Anfang an gepackt. Ein emotionaler Winterroman mit Tiefe, Entwicklung, starken Charakteren und einem wunderschönen Setting.