Der Roman Like Snow We Fall spielt im winterlichen Aspen und hat mich von Anfang an gefesselt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da die Geschichte sehr angenehm zu lesen ist und schnell Spannung aufbaut. Besonders die winterliche Landschaft wurde so bildhaft beschrieben, dass man sich Aspen mit seinen verschneiten Bergen und der kalten, klaren Luft sehr gut vorstellen konnte. Dadurch entstand ein starkes Winterfeeling, das dem Buch eine gemütliche und zugleich romantische Atmosphäre verlieh.Die Charaktere sind authentisch und nachvollziehbar gestaltet. Vor allem in Paisley und Knox konnte man sich gut hineinversetzen, und ihre gemeinsame Geschichte wollte man unbedingt weiterverfolgen. Positiv hervorzuheben ist, dass die Liebes- und Sexszenen nicht zu häufig vorkommen und auch nicht übermäßig detailliert beschrieben sind, was gut zur Stimmung des Romans passt und den Fokus auf die emotionale Entwicklung der Figuren legt.Kritisch sehe ich jedoch das Ende des Buches, das für mich etwas zu abrupt wirkte. Die Handlung wurde dort sehr schnell abgeschlossen. Auch Paisleys Vergangenheit, die eine wichtige Rolle für ihr Verhalten spielt, wurde meiner Meinung nach zu wenig ausgeführt und eher nur angeschnitten. Ähnlich empfand ich den Handlungsstrang um Ivan: Sein Auftauchen und späteres Verschwinden geschahen sehr plötzlich und hätten mehr Raum verdient. Die Begegnung mit Polina am See wirkte zudem etwas fragwürdig und blieb für mich nicht ganz nachvollziehbar.Trotz dieser Kritikpunkte ist Like Snow We Fall ein gelungenes Buch mit einem einfachen, angenehmen Schreibstil und einer stimmungsvollen Atmosphäre. Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, und ich freue mich darauf, auch die weiteren Bände der Reihe zu lesen.