Der bislang schwächste Band der Reihe. Zu repetitiv, zu wenig Handlung. Gegen Ende nimmt die Geschichte aber wieder Fahrt auf.
Nach den Ereignissen der vorherigen Bände haben Poppy und Casteel zwar endlich Sicherheit in ihrer Beziehung gefunden, doch zur Ruhe kommen sie deshalb noch lange nicht. Während Poppy versucht, ihren Platz in Atlantia zu finden und die Akzeptanz des Volkes sowie der königlichen Familie zu gewinnen, bleiben viele Fragen offen. Gleichzeitig stehen noch immer Menschen auf dem Spiel, die den beiden wichtig sind, und neue Enthüllungen über Poppys Herkunft werfen erneut alles über den Haufen, was sie bisher über sich selbst zu wissen glaubte.Puh... dieser Band fällt mir deutlich schwerer zu bewerten als die beiden Vorgänger. Während ich beiFlesh and Firedas Gefühl hatte, immer tiefer in die Welt hineingezogen zu werden, wirkte dieser Band auf mich stellenweise recht repetitiv. Das Buch hat durchaus seine starken Momente, aber insgesamt hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung über weite Strecken nur langsam vorwärtsbewegt. In den vorherigen Bänden mochte ich beispielsweise die Dynamik zwischen Poppy und Kieran sehr gerne. Gerade Poppys endlose Fragen haben oft für interessante Gespräche gesorgt und dabei geholfen, die Welt besser kennenzulernen. In diesem Band wurde selbst mir das allerdings irgendwann etwas zu viel. Es gab Momente, in denen ich das Gefühl hatte, dieselben Themen würden immer wieder diskutiert, ohne dass wirklich neue Erkenntnisse hinzukommen. Ähnlich ging es mir mit dem Spice. In den ersten beiden Büchern hatte ich das Gefühl, dass die romantischen und intimen Szenen gut in die Geschichte eingebunden waren. Hier wirkten einige davon auf mich eher wie kleine Unterbrechungen des Plots. Generell hatte ich das Gefühl, dass die eigentliche Handlung vor allem am Anfang und dann wieder in den letzten 100 bis 200 Seiten stattfindet. Dazwischen plätschert die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr vor sich hin. Ein weiterer Punkt, mit dem ich etwas gehadert habe, waren manche Dialoge zwischen Poppy und Casteels Eltern. Einerseits macht sich Poppy große Sorgen darüber, ob sie akzeptiert werden wird, andererseits tritt sie ihnen teilweise erstaunlich forsch und selbstbewusst entgegen. Das hat sich für mich nicht immer ganz stimmig angefühlt. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit Poppys Identität. Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht so recht, was ich davon halten soll, dass ihre Bedeutung und ihre Kräfte mit jedem Band weiter wachsen. Anfangs glaubten wir, sie sei einfach eine Sterbliche. Dann kamen immer weitere Enthüllungen hinzu. Und auch in diesem Band gibt es wieder neue Überraschungen. Ich bin persönlich kein großer Fan von übermächtigen Protagonisten. Mal sehen, wie sich das noch entwickeln wird.Trotz all dieser Kritikpunkte hat es Jennifer L. Armentrout mit dem Ende des Buches aber geschafft, mich als Leserin neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte zu machen. Ob ich direkt weiterlesen werde, weiß ich allerdings noch nicht. Im Moment fühlt es sich eher nach dem richtigen Zeitpunkt für eine kleine Pause an. Außerdem bin ich unsicher, ob ich der empfohlenen Lesereihenfolge folgen und zunächst zur Nebenreihe greifen möchte oder ob ich lieber direkt mit der Hauptreihe weitermache.