Eine Reihe, die ich von Herzen weiterempfehle, da sie atmosphärisch, emotional und tiefgründig ist.
Inhalt: Als Hildur Rúnarsdóttir in einem Misshandlungsfall auf einem Kreuzfahrtschiff ermittelt, werden auf dem ehemaligen Anwesen ihrer Eltern vier skelettierte Leichen entdeckt. Wer sind die Toten und was hat ihre Familie damit zu tun? Schnell wird deutlich, dass die Gier mancher Menschen eine tödliche Spur hinterlassen hat.Mein Leseeindruck: Die Hildur-Reihe von Satu Rämö hat längst einen festen Platz in meinem Herzen und auch dieser Band hat mich wieder vollkommen überzeugt. Hildur zählt für mich zu den faszinierendsten Ermittlerinnen der Krimiwelt. Sie trägt die Last ihrer Vergangenheit mit sich, voller Schmerz und Verletzlichkeit, und zugleich beeindruckt sie mit ihrer Stärke und Entschlossenheit. Ihre Entwicklung über die vier Bände hinweg habe ich mit großer Begeisterung verfolgt.An ihrer Seite steht Jakob, der ebenfalls mit eigenen Schatten ringt, aber durch seine ruhige, beinahe besänftigende Art und natürlich durch seine Strickleidenschaft ein wunderbarer Gegenpol ist. Gemeinsam bilden die beiden ein Ermittlerteam, das ich einfach gern begleite.Der Schreibstil ist angenehm flüssig und bildhaft. Der Fokus liegt auf Atmosphäre, Emotionen und Ermittlungsarbeit, nicht auf blutigen Schockmomenten.Die Spannung entfaltet sich langsam, aber stetig. Der Fall auf dem Kreuzfahrtschiff, die düstere Vergangenheit von Hildurs Eltern und Hildurs eigene gegenwärtige Geschichte fließen geschickt ineinander. Für mich trifft das Buch die perfekte Balance. Ruhig genug, um die Atmosphäre wirken zu lassen, und gleichzeitig so fesselnd, dass ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles am Ende fügt.Fazit: Eine Reihe, die ich von Herzen weiterempfehle, da sie atmosphärisch, emotional und tiefgründig ist. Ein Buch, das nicht nur durch Island führt, sondern auch durch die Abgründe und Hoffnungen seiner Figuren.