Guter Start, der sich in vielen schwammigen Erklärungen verliert
"Metal Slinger" wurde im englischsprachigen Raum wahnsinnig gehypt, weshalb ich mich auf dieses Buch sehr gefreut habe. Der Start war auch vielversprechend: Brynn gehört zu den Alaha, die vor langer Zeit aufgrund eines Putsches ihres Anführers Wren verstoßen wurden und nun mitten auf dem Meer leben müssen. Nach einem Besuch auf dem Festland geraten die Dinge außer Kontrolle. Im Folgenden sieht Brynn sich gezwungen, gemeinsam mit einem Kenta-Soldaten namens Acker zu fliehen, der ihr ihre wahre Vergangenheit erzählt. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, was mich zu Beginn noch nicht sonderlich störte, mit der Zeit jedoch immer mehr, weil die Spannung dadurch rausgenommen wurde. In Kombination mit einer Weltenbeschreibung, die noch zu wenig hergibt, blieb ich leider zu oft zwischen verwirrt und voller Fragen zurück. Auch die Charaktere verhalten sich immer wieder widersprüchlich und ich schloss vor allem die Nebencharaktere ins Herz, weil Brynn zu wenig greifbar wirkte und sich wiedersprühlich verhielt, während Acker nur semi-sympathisch wirkte.Handlungstechnisch fand ich die 1.Hälfte des Buches vielversprechend. Man weiß noch nicht so recht, wohin die Reise geht und hofft, dass bald weitere Erklärungen folgen. Aber die vielen Fragen blieben für mich über weitere Strecken unbeantwortet. So konnten mich auch die Plot-Twists nicht wirklich abholen. Das Ende wiederum hat es in sich und ich habe es absolut gar nicht kommen sehen - aber es stellt sich die Frage, ob irgendwer das überhaupt konnte? Dazu passten viele frühere Einblicke einfach nicht so recht zusammen... Bin ich trotzdem gespannt, wie es weitergeht? Irgendwie ja.