Was tut man, wenn man weiß, dass ein Mord nicht so stattgefunden haben kann, wie es die Polizei und Presse darlegt? Richtig, man sucht nach der Wahrheit! So startet die historische Wien-Krimireihe "Frag Philomena Freud" für eine Leserschaft ab 12 Jahren.Auch wenn ich den Krimi wirklich mögen wollte, hatte er aus meiner Sicht leider seine kleinen Schwächen. Zunächst jedoch das Positive: Philomena ist eine starke, mutige und intelligente Protagonistin. Ich habe sie gerne begleitet und bin mir auch sicher, dass sie uns in den folgenden Bänden geschickt durch das Geschehen führen wird. Neben ihr wurden in dem Band auch noch eine ganze Reihe weiterer Figuren eingeführt, wovon nicht alle eine Funktion für diesen Band hatten. Gleichzeitig bekommt man auch eine gute Einführung in das Leben Wiens im frühen zwanzigsten Jahrhundert. Die Sprache ist für die richtige Atmosphäre durchzogen vom Wiener Dialekt, bleibt aber stets verständlich. Der Schreibstil an sich ist ebenso angenehm einfach gehalten, so dass das eher kurze Buch auch schnell gelesen ist. Was mich jedoch am meisten gestört hatte, war, dass der Krimi sehr langsam startet bzw. der Klappentext zu viel vorwegnimmt. Erst nach ca. der Hälfte hatte ich das Gefühl, dass langsam etwas Neues passiert. Und auch dann kamen leider für mich keine überraschenden Wendungen. Gut, dazu muss gesagt werden, dass ich vermutlich nicht ganz die Zielgruppe bin. Jedoch dürfen doch auch Kinderkrimis spannende Plottwists haben! Erst die letzten dreißig Seiten, in denen der Folgeband aufgebaut wird, haben mich so wirklich auch mal überrascht.Gerade aufgrund dessen bin ich zwar gespannt auf weitere Fälle, von diesem jedoch nicht ganz überzeugt. Trotzdem glaube ich, dass alle Fans von "Die drei !!!" hier mal einen Blick drauf werfen sollten!