Eine schöne Lektüre für alle, die sich selbst Gedanken darüber machen, was sie vom Leben wollen.
Bei dem Titel hatte ich mit einem klassischen Ratgeber gerechnet. Das Buch ist aber eher eine erzählte Geschichte mit Denkanstößen rund um die Frage, was ein gutes und erfülltes Leben ausmacht. Im Mittelpunkt steht Josefine, die an einem Punkt angekommen ist, an dem vieles nicht so läuft, wie sie es sich einmal vorgestellt hat.Ihre Suche nach Antworten wird mit Erinnerungen aus ihrer Kindheit verbunden. Die geheimnisvolle rote Tür und die Gespräche mit Eduard Goldbach fand ich eine schöne Idee, um Themen wie Selbstzweifel, Lebenspläne, Veränderungen und die eigenen Erwartungen an sich selbst aufzugreifen. Einige Gedanken haben mich beim Lesen innehalten lassen und regen dazu an, das eigene Leben und die persönlichen Wünsche zu hinterfragen.Der Schreibstil ist leicht und zugänglich, obwohl teilweise schwere Themen behandelt werden. Man sollte meiner Meinung nach keinen tiefgründigen Ratgeber mit konkreten Methoden oder ausführlichen psychologischen Erklärungen erwarten. Die Impulse werden in die Geschichte eingebaut und bleiben dadurch eher allgemein. Wer bereits viele Bücher zu persönlicher Entwicklung gelesen hat, wird vermutlich nicht auf jeder Seite etwas Neues entdecken.Schön fand ich auch die Zitate zwischendrin. Sie haben die Themen gut ergänzt und einzelne Gedanken noch einmal aufgegriffen. Auch die Gestaltung des Buches hat mir gefallen, weil es nicht wie ein schlichtes Sachbuch aufgebaut ist und dadurch insgesamt abwechslungsreicher wirkt.Mir hat die Mischung aus Roman und Denkanstößen gefallen. Das Buch möchte keine Anleitung für das perfekte Leben liefern, sondern eher daran erinnern, dass Pläne sich verändern dürfen und man nicht immer dort stehen muss, wo man irgendwann einmal dachte, stehen zu müssen. Eine schöne Lektüre für alle, die sich selbst Gedanken darüber machen, was sie vom Leben wollen