Einst galten Cleo Fantino und Alexander Hallendale als das Traumpaar der Dunbridge Academy. Doch kurz vor der Oberstufe bricht die Beziehung in tausend Scherben: Alexander lässt Cleo in einer der schwersten Phasen ihres Lebens im Stich und verlässt überraschend das Internat. Cleo versucht mühsam, ihr gebrochenes Herz zu flicken und sich auf ihren eigenen Weg zu konzentrieren. Gerade als sie glaubt, endlich über ihn hinweg zu sein, taucht Alexander plötzlich wieder an der Dunbridge Academy auf. Während Cleo versucht, eine undurchdringliche Schutzmauer hochzuziehen, wird schnell klar: Hinter Alexanders unnahbarer, kühler Fassade steckt ein tief sitzender Schmerz. Die alten Wunden brennen, die Wut ist groß - doch das verbotene Prickeln zwischen den beiden lässt sich nicht einfach abstellen. Sarah Sprinz beweist erneut ihr Gespür für feinfühlige, emotionale Themen. Es geht hier nicht um einfache, oberflächliche Teenager-Eifersüchteleien, sondern um tief sitzendes Verlorenssein, Schuldgefühle und die Frage, ob Liebe ausreicht, um Vertrauensbrüche zu heilen.Die Dynamik zwischen Cleo und Alexander ist extrem spürbar. Das Hin und Her aus verletztem Stolz, tiefem Hassesgefühl und unbändiger Sehnsucht baut eine mitreißende Spannung auf. Man leidet und fühlt ab der ersten Seite mit beiden Perspektiven mit.Das schottische Internats-Setting glänzt auch im 6. Band in gewohnter Gemütlichkeit. Die neue Cliquen-Dynamik der "Next Generation" ist inzwischen fest zusammengewachsen, und das Found Family-Gefühl gibt der melancholischen Liebesgeschichte eine herzerwärmende Basis.Die Kapitel verfliegen dank des gewohnt poetischen, flüssigen und mitreißenden Stils von Sarah Sprinz wie im Flug.Da beide Protagonisten ein großes Päckchen mit sich herumtragen, ist der Mittelteil stark von emotionalen Monologen und Verarbeitungsphasen geprägt. Wer auf rasante Action oder puren, leichten Humor hofft, wird hier eine eher getragene, nachdenkliche Note vorfinden.Das Schema aus Missverständnissen, dem Hinauszögern des klärenden Gesprächs und der Angst vor der eigenen Verletzlichkeit ist vertraut. Da Sarah Sprinz die Figuren jedoch nahbar und menschlich zeichnet, verzeiht man diese Genre-Muster schnell."Dunbridge Academy - Whoever" ist ein rundum gelungener, hochemotionaler und verdammt berührender 6. Band der Reihe. Das Second-Chance-Drama zwischen Cleo und Alexander geht unter die Haut und liefert genau die richtige Mischung aus Schmerz, Wohlfühlatmosphäre und Herzklopfen. Für Fans der Dunbridge-Reihe ein absolutes Must-Read!