Wie fühlt es sich an, wenn der eigene Vater ein Serienkiller ist? Dieser Frage bin ich in dem Thriller nachgegangen. Wie lebt man mit der Bürde, die Tochter eines Serienkillers zu sein? Wie lebt es sich mit der Angst, dass die eigene Identität entdeckt werden könnte? Und wie ist es, Teil der Gruppe zu sein, die nach den verschwundenen Leichen sucht, die der eigene Vater irgendwo versteckt hat?Ich hatte Mitleid mit Ryan, an der das Erbe des Vaters haftet. Ich mochte sie sehr. Neben der Suche nach den Leichen entwickelt sich eine Liebesgeschichte, und ich konnte die Geschehnisse an der Highschool mitverfolgen. Doch gerade das nahm dem Thriller das Tempo. Der Thriller rückte etwas in den Hintergrund und mir fehlte die Spannung. Es gibt immer wieder Briefe, die ich allerdings aufgrund der Schriftart nur mit Mühe lesen konnte. Ab der Mitte zog es etwas an, die Auflösung war gut gelungen, doch der Fokus der Erzählung lag mehr auf dem Leben von Ryan.Es gab Gänsehautmomente, aber nur, weil ich mich in Ryan einfühlen konnte, nicht wegen der Spannung. Das Buch selbst ist wunderschön, der Farbschnitt ist ein Hingucker.Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Idee der gesamten Geschichte war brillant. Trotzdem hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht und weniger Fokus auf Highschool, Familienleben und Liebe. Allen, die einen seichten Thriller mögen, kann ich dieses Buch empfehlen.