Cover & Klappentext
Das Cover fällt einem aufgrund der Farbgebung sofort ins Auge. Es mag recht einfach anmuten, passt aber trotzdem perfekt. Mir gefällt es.
Letztendlich war es der Klappentext, der mich überzeugt hat, das Buch zu lesen, denn der Humor spiegelt sich darin wider.
Meinung
Brie Bensons Job ist absolut eintönig, aber irgendwie muss man ja die Rechnungen bezahlen. Als sie jedoch ihren zugegeben ziemlich heißen Chef dabei erwischt, einen Exorzismus an einer Kollegin durchzuführen, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Besonders als ihre Freundin Krystal neben anderen jungen Frauen verschwindet.
Natürlich steckt ein Dämon dahinter, der die Entführungsopfer vermutlich in der Hölle festhält. Also begleitet Brie ihren Chef, der nebenbei Dämonenjäger ist, in die Hölle.
Wer hätte gedacht, dass nicht nur die Oberwelt einem bürokratischem Albtraum gleicht?
Aus der Sicht von Brie wird man durch das Geschehen geführt, wobei der Einstieg sofort mit seiner Lockerheit überzeugt.
Die Geschichte hat sofort meinen Humor getroffen, sodass ich mir das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen konnte.
Bries Job ist sterbenslangweilig. Nur ihre Lieblingskollegin bringt etwas Abwechslung in den eintönigen Alltag. Und ihr heißer Chef, der neben Dämonen austreibt.
Hier steht ganz klar die Unterhaltung im Vordergrund, sodass Feinheiten eher vernachlässigt werden. Das hat mich aber nicht weiter gestört. Der Humor reißt vieles wieder raus sowie die kleinen Besonderheiten. Erstaunlicherweise geht die Story auch manchmal in die Tiefe. Nicht nur wortwörtlich.
Brie hat mir als Charakter gefallen. Sie besitzt genügend Präsenz, um ihr gern zu folgen. Manchmal fehlte mir nur etwas, was sie betrifft. Wobei ich nicht genau benennen kann, was genau. Es ist eher ein Gefühl.
Ihren Gegenpart stellt Luke dar. Er zeigt sich häufig abweisend, ist es im Grunde aber nicht. Seine Eigenheiten nach und nach kennenzulernen, hat Spaß gemacht.
Der Autorin ist es gelungen, eine witzige Story zu schreiben, die einem Roadtrip durch die Hölle gleicht. Doch so spannend es anfangs auch anmutete, es verlor sich im Verlauf. Die Sprüche wirkten manchmal nicht mehr natürlich, sondern erzwungen. Auch überraschenden Wendungen blieben aus, vieles war vorhersehbar. Sogar die Erzählweise folgte einem klaren Muster. Es reihte sich Szene an Szene, die immer gleich aufgebaut waren; daraus resultierten einige Längen. Dabei gab es tolle Möglichkeiten, mehr Spannung und einige Twists einzufügen.
Allerdings konnte der Schreibstil bei mir punkten. Wie die Story ist auch er locker-leicht und passt damit ausgezeichnet zur Handlung. Angefangen von der Wortwahl und den Satzstrukturen gibt es nur wenig Stolpersteine.
Und obwohl alles recht entspannt wirkt, finden sich einige Emotionen, die dem Ganzen mehr Tiefe verleihen.
Auch die Weiterentwicklung der Hauptprotagonisten ist gelungen. Es war schön mitzuverfolgen, wie sie sich immer mehr aufeinander einlassen. Altlasten überwinden und sich annähern.
Sogar das Ende hat mir gefallen. Es bietet den perfekten Abschluss.
Fazit
Bei dieser Story bekommt man, was man erwartet.
Wer bei einem Höllentrip der anderen Art nicht Nein sagen kann, wird hier toll unterhalten, und genau das steht im Mittelpunkt: die Unterhaltung.
Ich vergebe drei von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.