Frauke geht mit ihrem Mann und Kindern noch Australien. Ins entfernteste Outback, wo es quasi fast nichts gibt. Dabei hatten sie in Deutschland einen gut funktionierenden Hof. Frauke wurde eigentlich auch nicht gefragt, ob sie nach Australien will. Sie verhandelt mit ihrem Mann, dass sie nur zwei Jahre bleiben. Doch es kommt alles ganz anders Was für eine starke Frau. Auch wenn es in den 1970er Jahren noch üblich war, dass der Mann die Entscheidung allein getroffen hat, war es für mich tatsächlich unfassbar, wie sie einer Umsiedlung nach Australien zustimmen konnte und dann später auch dem Verkauf ihres Gutes in Deutschland, was für sie eine Art Rückversicherung war. Für mich - natürlich aus heutiger Sicht - unmöglich. Aber damals waren die Zeiten anders und Frauke so erzogen. Die Anfänge in Australien sind extrem schwierig und sie kommen immer gerade so über die Runden. Dann nimmt sich ihr Mann das Leben. In diesem Moment habe ich Frauke bewundert, allerdings war ich extrem wütend auf diesen Kerl. Es war seine Idee, nach Australien zu gehen, und als es dann richtig schwierig wird, lässt er Frauke mit den Schulden und den Kindern allein. Ich bewundere, wie sie damit fertig geworden ist. Umso mehr habe ich es ihr gegönnt, als sie später ihren zweiten Mann Robert kennenlernt. Der ist komplett anders, betrachtet Frauke als gleichwertig und akzeptiert ihre Vorschläge und Ideen. Allerdings wird sie in ihrem Leben noch viele extreme Schicksalsschläge erleiden und sie wird damit fertig werden. Sie baut sich ein eigenes Geschäft auf, bekommt weitere Kinder und Enkel und zum Glück auch sehr viel Anerkennung. Ich kann nur sagen: was für eine starke Frau. Mehr davon! Von mir gibt es eine Leseempfehlung.