Danke an den LYX Verlag und NetGalley, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.Nachdem ich Band 1 der Reihe extrem gerne mochte, ich aber Band 2 nicht ganz so gut fand, hatte ich große Hoffnungen auf das Finale der L.A. Vipers. Leider muss ich sagen, dass auch "Clashing with No. 6" nicht wirklich meinen Geschmack getroffen hat.In diesem Band geht es um Saint, der bei den L.A. Vipers Football spielt und eigentlich nicht wirklich viel von sich in der Öffentlichkeit preisgeben will. Allerdings muss er nach einem Fauxpas (einer öffentlichen Auseinandersetzung mit seinem besten Freund, der ebenfalls Football spielt) sein Image aufpolieren und soll deshalb an einer Doku-Reihe teilnehmen. Und wie soll es anders sein: die Protagonistin ist Callie, welche für diese Doku die leitende Journalistin ist und herausfinden will, was wirklich hinter Saints Ausbruch steckt.Dafür, dass es in dieser Reihe ja eigentlich um Football geht, kommt der Sport in diesem Band kaum vor. Wir sind auch größtenteils in der Off-Season, also der Saisonpause, und verbringen diese in Saints Rückzugsort auf Hawaii. Dadurch hatte ich anfangs wirklich große Lilly Lucas Vibes (Hawaii Love), und die Kombi aus Sportler vs. Reporterin, die sich nicht mögen, fand ich in der Knightsbridge United Reihe von Marina Neumeier bereits wirklich knisternd-gut. Außerdem gabs eine honorable mention von Mornings in Boston (Anna Lane), was ich ja ebenfalls ganz gerne mochte. Also eigentlich wäre das hier von den Vibes doch genau mein Buch gewesen, oder...?Ich fand Saint und Callie an sich ganz okay. Die beiden hatten eine gute Dynamik, es war Anziehung da und deren Beziehung entwickelte sich vielleicht etwas schnell, aber gleichzeitig stelle ich mir so eine Filmdreh-Umgebung auch intensiv vor, sodass ich die Insta Love nicht allzu schlimm fand. Es gab für meinen Geschmack etwas zu viele spicy Szenen (die dann auch überraschend in eine kinky Richtung gegangen sind, was ich ehrlich gesagt mit dem Beziehungskontext im ,beruflichen' Umfeld etwas unpassend fand...).Aber das, was mich am meisten genervt hat, war das Drama und das große Geheimnis über die Auseinandersetzung zwischen Saint und seinem besten Freund Flynn. Es war ein unfassbar dummer Grund, der mich wirklich nur mit einem "typisch Männer" die Augen hat verdrehen lassen. Ohne hier jetzt viel weiter ins Detail zu gehen, nur so viel: es ist noch eine weitere Person involviert, und man könnte von deren Beschützer-Gehabe wirklich denken, es würde hier um ein Kleinkind gehen, statt um eine fast volljährige Person. Das hat wirklich überhaupt keinen Sinn ergeben und hat für mich auch etwas die Charakterisierung von Flynn und Saint unglaubwürdig gemacht...Von mir gibt's deshalb wieder 3 Sterne. Der 1. Band der Reihe bleibt für mich mit Abstand der stärkste, und an Leah und Sam denke ich noch gerne zurück (auch wenn deren Bonuskapitel am Ende dieses Buch doch etwas kitschig war... naja, happily ever after halt¿).