Sibylle Aurich erwacht nach zwei Monaten aus dem Koma und erinnert sich ganz genau an den Überfall, ihren Mann Johannes und vor allem an ihren Sohn Lukas. Doch plötzlich behauptet die Welt, dass Sibylle nicht existiert: Ihr Mann erkennt sie nicht, auf dem eigenen Hochzeitsfoto ist eine fremde Frau zu sehen und niemand hat jemals von ihrem Sohn gehört.Von diesem Moment an beginnt für Sibylle ein wahrer Albtraum - und auch als Leser fragt man sich ständig: Was ist real? Wem kann sie vertrauen? Wer lügt und warum? Und hat Lukas überhaupt jemals existiert?Mich hat die Geschichte sofort gepackt. Die beklemmende Atmosphäre, das Spiel mit Identität und Erinnerung und die vielen überraschenden Wendungen sorgen dafür, dass man die ganze Zeit mit Sibylle mitfiebert. Immer wieder wird man auf eine falsche Fährte gelockt und glaubt, die Lösung gefunden zu haben, nur um kurz darauf alles wieder infrage zu stellen. Genau dieses Rätselraten hat für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht.Wie von Arno Strobel gewohnt ist der Schreibstil angenehm flüssig und unglaublich spannend, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Die Geschichte entwickelt einen regelrechten Sog und ich konnte nicht aufhören zu lesen.Neben der Idee hinter dem Plot hat mir besonders die Darstellung der Hauptprotagonistin Sibylle gefallen. Sie wirkt unglaublich stark und dennoch so verletzlich... ich mochte sie sehr gerne und fieberte mit ihr auf der Suche nach der Wahrheit mit."Der Trakt" ist ein mysteriöser, beklemmender, emotionaler Psychothriller der mit überraschenden Wendungen den Leser regelrecht an die Seiten kleben lässt.Wer spannende Geschichten liebt, bei denen man bis zum Schluss rätselt und seine eigenen Theorien immer wieder überdenken muss, sollte hier unbedingt zugreifen.