Briar ist wie der Rest ihrer Familie eine Hexe, die sich aufs Heilen spezialisiert hat, und sie ist gut in dem, was sie tut. Aufgrund ihres Wissens wird sie von Drachen entführt und soll nun einen vergifteten Drachen heilen. Obwohl es kaum Wissen über Drachen gibt, stürzt sie sich in ihre Aufgabe. Als sie Darragh näher kennenlernt, fängt sie an, ihm zu vertrauen, und ihr Herz schlägt in seiner Anwesenheit schneller. Doch als wäre die Heilung eines Drachen nicht schon schwer genug, will sie nun auch herausfinden, warum er vergiftet wurde.
Die Geschichte spielt in der heutigen Zeit, in der es auch Handys und Internet gibt. Es ist eine normale Welt, in der die Existenz von Hexen ebenso natürlich ist wie die von Drachen. Nur weiß man von den Drachen kaum etwas, weil sie sich fern der Menschen halten. Das Ganze spielt auf einer schottischen Insel, wobei die Beschreibung der Umgebung wenig ins Gewicht fällt. Die Charaktere dafür sind umso besser beschrieben. So ist Briar eine gute Heilerin, die viel Mut beweist und auch ganz untypisch handelt, als sie entführt wird. Ich mochte sie sofort, weil sie temperamentvoll ist und das Herz am rechten Fleck hat. Auch ihre Familie kommt viel in dem Buch vor und man merkt, wie nah sich die Familie steht. Darragh ist ebenfalls sehr sympathisch und gut gezeichnet. Über ihn selbst erfährt man allerdings nur etwas aus der Sicht von Briar.
In diesem Fantasy-Buch verlieben sich Briar und Darragh recht schnell ineinander. Die Liebesgeschichte ist sowohl humorvoll als auch mit etwas Spice versehen, das jedoch eher zurückhaltend beschrieben ist. So liegt das Hauptaugenmerk auf der Handlung, und die ist sehr spannend, denn Briar und Darragh müssen herausfinden, wer für die Vergiftung verantwortlich ist.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Die Vorlesestimme von Denise Monteiro ist wirklich überzeugend. Sie liest genau im richtigen Tempo und die Betonung ist genau richtig. Ich habe wirklich nichts zu bemängeln einfach nur gut vorgelesen.
Am Ende sind keine Fragen mehr offen, alles wird schlüssig aufgeklärt.
Fazit:
Mir persönlich ging das Verlieben etwas zu schnell und wirkte auf mich eher unrealistisch. Auch hätte ich mir mehr Beschreibung der schottischen Insel gewünscht. Briar war sehr dominant in der Handlung vertreten, so dass Darragh eher eine passive Rolle einnimmt. Da hätte ich mir mehr Initiative von ihm gewünscht, aber die Handlung lässt ihm da wenig aktiven Spielraum. Das Buch ist dürfte vor allem LeserInnen ansprechen, die Romantasy und Geschichten mit Drachen mögen.