Marina ist mit Leib und Seele Ärztin. Und arbeitet schon seit ein paar Jahren für Ärzte ohne Grenzen. Zur Zeit ist sie in Äthiopien stationiert um dort den Menschen zu helfen, als sie die Nachricht erreicht, dass sie zusammen mit ihrer Schwester Anna, auf ihrer Heimatinsel Mallorca, ein Haus geerbt hat. Zum Haus gehört ebenfalls die alte Mühle, in der sich die Bäckerei des Dorfes befindet. Jedoch Marina kann sich überhaupt nicht erklären, warum gerade sie und ihre Schwester dieses geerbt haben, wo sie doch überhaupt nicht mit der Verstorbenen verwandt sind. Somit beginnt sie dieser Tatsache auf den Grund zu gehen. Außerdem stellt das Erbe ihre Beziehung zu dem deutschen Arzt Mathias auf eine Probe, aber auch Muttergefühle, alte Ängste und so manch Verschwiegenes hält diese Geschichte bereit. Dieses Buch bezaubert durch die bildhaften Beschreibungen der Landschaften der verschiedenen Länder und der Insel. Ich war mit Marina mitgereist, das war ein reines Lesevergnügen. Ich litt mit ihr oder freute mich mit ihr und backte so manches Brot mit.. Auch die anderen Protagonisten trumpfen Charakter stark auf. Es gibt vor jedem Kapitel eine treffende Überschrift mit einem Rezept für Brot oder Kuchen. Was dieses Werk noch authentischer macht, ich werde auf jeden Fall die Rezepte nach backen und mich auf die Insel träumen.Einziger Makel für mich war, dass es manchmal Sprünge in der Geschichte gab, die mich aus dem Lesefluss rissen.