Inhaltsangabe:Dezember 1945: Der Krieg ist vorbei, die Menschen fassen wieder Zuversicht und wollen ein ordentliches Weihnachtsfest feiern. Dafür möchte die Oberin des Nightingale Krankenhauses - Kathleen Fox - die alte Tradition der Weihnachtsvorstellung wieder aufleben lassen. Sie beauftragt ihre Stellvertreterin mit dieser Aufgabe.Violet Tanner möchte die Stellvertreterin der Oberin unterstützen, damit die Vorstellung gelingt. Doch die Meinungen gehen auseinander und auch die übrigen Beteiligten sind alles andere als angetan von ihrer Herangehensweise.Doch neben den missglückten Proben sind auch noch private Differenzen zu klären, die gerade zur Vorweihnachtszeit besonders schwer wiegen. Zwei Schwesternschülerinnen kämpfen um ihre Freundschaft und um den gleichen Mann. Peggy sollte eigentlich im Laden ihres Mannes helfen, aber die Arbeit auf der Kinderstation macht ihr besonders viel Freunde. Und die Sehnsucht nach menschlicher Nähe und Wärme treibt auch so ihre Blüten.Und auch die Oberin weiß nicht, ob ihre Zukunft in diesem Krankenhaus liegt.Mein Fazit:Auch im 9.ten Band gab es wieder bekannte "Gesichter" und Figuren, die immer wieder mal in den letzten Bänden auf- und wieder abtauchten.Der Krieg ist nun überstanden. Zwar sind noch immer nicht alle Reparaturen abgeschlossen, aber der fast normale Betrieb ist im Krankenhaus wieder aufgenommen worden. Und es ist die Zeit der Besinnlichkeit und Liebe, das ganz besondere Weihnachtsfest, das erste nach dem Krieg, steht bevor. Die Oberin möchte gern wieder mehr Hoffnung, Zuversicht und Liebe in ihrem Krankenhaus verbreiten und engagiert ihre Stellvertreterin Mrs. Davis für diese Aufgabe. Doch sie hat als Krankenschwester Schreckliches gesehen. Aufgrund dessen ist es ihr nicht möglich, die nötige Geduld und Weitsicht an den Tag zu legen.Die Proben sind schwierig, weil auch alle anderen Figuren ihr Päckchen zu tragen haben. Donna Douglas hat dieses Mal mehrere Figuren in den Mittelpunkt gestellt. Herzschmerz, Dramatik, Freundschaft, Liebe - aber auch Verrat und Missgunst. Alles spielt den Figuren zu und fordert sie zum Umdenken auf. Der Weg bis dahin ist jedoch nicht einfach und so dreht die ganze Szenerie zu kippen.Donna Douglas hat dieses Mal eine andere Erzählweise gewählt. Zwar ist noch immer der Charme des Krankenhauses und der Menschen zu spüren, aber es hat auch ein Hauch von Abschied. Alte und ungelöste Konflikte mussten endlich aufgearbeitet werden und das alles innerhalb von wenigen Wochen. Es gab jedoch nicht nur Happy Ends, auch unangenehme Entscheidungen mussten getroffen werden. Und das ist so das Besondere an diesen Büchern - es ist nicht immer schön oder glanzvoll. Und dennoch berührt es mich als Leserin ungemein.Auch der neunte Band konnte mich wieder wunderbar unterhalten, deshalb gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung, wer die vorherigen acht Bände gelesen hat!