Sommerfeeling, alte Gefühle und eine zweite Chance: Blake und Wyatt überzeugen mit Chemie, Emotionen und vertrauten Briar-U-Momenten.
4,5 ¿Werbung | RezensionsexemplarMit Love Song erzählt Elle Kennedy eine sommerliche Romance, die eine vertraute Verbindung, alte Gefühle und die Chance auf einen Neuanfang miteinander verbindet. Im Mittelpunkt stehen Blake und Wyatt, zwischen denen durch die Freundschaft ihrer Familien schon immer eine gewisse Vertrautheit besteht. Gleichzeitig stehen unausgesprochene Gefühle zwischen ihnen, die ihre Beziehung von Anfang an komplizierter machen.Die Dynamik zwischen Blake und Wyatt hat mir gut gefallen. Durch ihre gemeinsame Vergangenheit und die enge Verbindung ihrer Familien fühlen sie sich miteinander vertraut, trotzdem liegt immer etwas Ungesagtes zwischen ihnen. Gerade diese Mischung aus Nähe und unausgesprochenen Gefühlen macht ihre Beziehung interessant.Auch Blake macht eine schöne Entwicklung durch. Im Laufe der Geschichte lernt sie, ihre eigenen Gefühle besser zu verstehen und sich selbst mehr zuzutrauen. Dadurch setzt sie sich zunehmend mit dem auseinander, was sie eigentlich möchte, anstatt sich nur von ihrer Vergangenheit beeinflussen zu lassen.Wyatt mochte ich als Love Interest ebenfalls gerne. Er ist dabei ganz anders als seine Zwillingsschwester Gigi. Nach außen wirkt er locker, gleichzeitig merkt man, dass auch er noch an sich arbeiten und mit sich selbst ins Reine kommen muss. Dadurch bekommt seine Figur eine verletzlichere Seite.Die Second-Chance-Romance im weitesten Sinne funktioniert hier gut. Vor allem Blake muss herausfinden, ob ihre Gefühle für Wyatt noch dieselben sind, während Wyatt lernen muss, diese Gefühle überhaupt zuzulassen. Dadurch entwickelt sich ihre Beziehung langsam und nachvollziehbar.Besonders spannend fand ich, dass beide die Anziehung zwischen ihnen durchaus spüren, gleichzeitig aber wissen, dass ihre Gefühle keine einfache Sache sind. Ihre Familien sind eng miteinander verwoben, wodurch eine Beziehung zusätzliche Schwierigkeiten mit sich bringt. Genau das sorgt für Spannung und lässt die Annäherung nicht zu einfach wirken.Das Setting am Lake Tahoe passt hervorragend zur Geschichte. Das Sommerhaus und der See vermitteln eine entspannte, sommerliche Atmosphäre, schaffen gleichzeitig aber einen eher geschlossenen Raum, in dem Blake und Wyatt - gerade zu Beginn - miteinander auskommen müssen. Dadurch bekommt das Sommerfeeling eine schöne persönliche Note.Auch die Mischung aus Leichtigkeit und emotionaleren Momenten funktioniert gut. Das sommerliche Setting sorgt für eine lockere Atmosphäre, während die verletzlichen Seiten von Blake und Wyatt der Geschichte mehr Tiefe geben. Diese Mischung fügt sich für mich gut in das bekannte Briar-U-Universum ein.Die Musik ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil von Wyatts Charakter. Sie passt zu seiner Identität und wird für ihn zu einer Möglichkeit, Halt zu finden. Dabei hat er zwar den Rückhalt seiner Familie, insbesondere den seiner Mutter, möchte diesen aber nicht einfach nutzen, sondern seinen eigenen Weg gehen. Dadurch wirkt Wyatt manchmal etwas verloren und versucht, über die Musik seinen Platz zu finden, was ihm nicht immer gelingt.Besonders schön fand ich außerdem, dass auch andere Charaktere aus dem Briar-U-Universum eine Rolle spielen. Gerade die Freundesgruppe rund um Garrett und Hannah trägt viel zur positiven Stimmung bei. Die lockeren Unterhaltungen der ersten Generation haben mir besonders gut gefallen und sorgen für schöne Wiedersehensmomente.Eine zentrale Botschaft der Geschichte ist für mich, dass die Vergangenheit nicht darüber entscheiden muss, wie die Zukunft aussieht. Man kann aus vergangenen Erfahrungen lernen, Menschen können sich verändern und dadurch kann etwas, das früher nicht funktioniert hat, eine zweite Chance bekommen.Das Ende passt für mich gut zur Geschichte. Blake und Wyatt lassen ihre Vergangenheit hinter sich und beginnen gemeinsam etwas Neues. Dadurch bekommt ihre Geschichte einen stimmigen Abschluss.Fazit:Love Song überzeugt mit einer schönen Dynamik zwischen Blake und Wyatt, einer langsam entwickelnden Second-Chance-Romance und einem gelungenen sommerlichen Setting. Besonders die verletzlichen Seiten der beiden, die Verbindung zur Musik und die Entwicklung von Blake haben mir gefallen. Ein großes Plus sind außerdem die bekannten Charaktere aus dem Briar-U-Universum, die für Vertrautheit und viele lockere Momente sorgen. Insgesamt eine schöne Ergänzung des Universums, die mich neugierig auf weitere Geschichten macht.