Demokratie könnte so einfach sein...
Ferdinand von Schirach hat sein erstes Kinderbuch veröffentlicht. Er beschreibt darin, wie einfach Demokratie sein kann.Ganz allein schafft er das nicht, sondern es gelingt ihm mit Hilfe eines kleinen Jungen: Alexander lebt in einer fiktiven antiken Stadt, die lange Zeit von einem Tyrannen beherrscht wurde. Die Menschen, die dort leben, wünschen sich eine Stadt, in der es gerecht zugeht. Alexander scheint der Richtige zu sein, diese Gesetze, die gleichermaßen für alle Menschen gelten, zu finden. Dafür hat er eine Woche Zeit. Er macht sich auf den Weg...Unterwegs begegnet er ganz unterschiedlichen Menschen mit vielen verschiedenen Meinungen. Schon bald stelle ich fest, dass Alexander nicht nur ein pfiffiges Kerlchen ist, sondern dass er auch die Gabe besitzt, den Menschen zuhören zu können, um aus dem Gesagten Wichtiges und Richtiges herauszufiltern. Kann Demokratie so einfach sein?Richtig schwierig wird es für mich, als Alexander vor einer Frage steht, die sich wahrscheinlich fast jeder schon einmal gestellt hat: Darf ich auch nur einen einzigen Menschen opfern, wenn ich damit...?Mir gefällt es, mit welch einfachen Worten der Autor alle wichtigen Themen einer Demokratie anspricht und erklären kann. Am Ende habe ich sogar das Gefühl, dass sich Alexander und Ferdinand recht gut kennen.Danke für die lehrreiche Geschichte und für die ebenso einfachen wie wunderbaren Zeichnungen. Von einem Kind wie Alexander können und sollten sich Erwachsene eine Scheibe abschneiden. Dann würde es keinen König mehr geben, der weint, weil er feststellen muss, dass aus einem Krieg keine Sieger, sondern nur Verlierer hervorgehen.