Eine schöne, solide Fantasygeschichte mit tollen Ideen und einem sehr atmosphärischen Schreibstil
Der Schreibstil von Stadt der Sterne ist von Anfang an unglaublich mitreißend ¿¿ Schon auf den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, nicht einfach nur zu lesen, sondern als unsichtbarer Begleiter mitten durch die Geschichte zu schweben. Alles wirkt zunächst weich und fast wolkig, nur um einen dann überraschend mit einer Portion Brutalität zu erwischen, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte. Überraschung gelungen! ¿Die Hauptprotagonistin Violet ist eine durch und durch sympathische und liebenswürdige Figur, die sich ganz selbstverständlich einen Platz in meinem Leser*innenherz gesichert hat ¿Aleksander hingegen ist ein Charakter, bei dem ich lange mit gemischten Gefühlen dastand. Was führt er im Schilde? Wo liegt seine Intention, wo seine Loyalität? So ganz schlau wurde ich aus ihm ¿ was ihn auf seine eigene Art aber wiederum sehr interessant gemacht hat.Während ich mir bei Violet und Aleksander stellenweise noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, hat mich die Antagonistin Penelope dafür umso mehr gepackt ¿ Uiuiui... die Frau hat es wirklich in sich und bewegt sich sehr selbstbewusst in den dunkleren Ecken menschlicher Abgründe. Menschlichkeit steht bei ihr definitiv nicht ganz oben auf der Visitenkarte ¿Die Geschichte insgesamt ist faszinierend, wird eher ruhig erzählt, hält aber immer wieder Überraschungsmomente bereit, die ich absolut nicht habe kommen sehen ¿Besonders begeistert hat mich auf jeden Fall das Magiesystem: Schlüssel, mit denen man durch Welten reisen kann? Portale? Ich bin sofort dabei. Das hat für mich einen ganz besonderen Reiz ¿¿Auch wenn mich die Handlung im Verlauf nicht konstant gleichbleibend abholen konnte, bleibt Stadt der Sterne eine schöne, solide Fantasygeschichte mit tollen Ideen und einem sehr atmosphärischen Schreibstil ¿¿