
Will da ein Mörder hoch hinaus? Die ganz
großen Namen des Alpinsports versammeln sich bei den Paul-Preuss-Tagen zu einem Bergsteigerkongress in Gasperlmaiers Heimat Altaussee. Und mit ihnen
Ansichten zum Bergsport, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Als ein
Anbieter von Everest-Touren mit einem Eispickel erschlagen wird, zeigt sich: Eine
tiefe Kluft tut sich auf zwischen jenen, die sich der bedingungslosen
Rekordsucht hingeben, und jenen, die den
nachhaltigen Bergtourismus hochhalten. Im
Spannungsfeld von Naturschutz, rücksichtslosem Schneller-Höher-Weiter - und das zu einem guten Preis - und der Gleichberechtigung am Berg sind
Auseinandersetzungen unumgänglich. Aber sind diese so unversöhnlich, dass sie
mit schwerem Kletterwerkzeug gelöst werden müssen?
Findet Gasperlmaier hier das
Motiv für den Mord? Nicht nur angesichts der vielen Höhenmeter, die er während der Ermittlungen zurücklegen muss, gerät Franz
ins Schwitzen: Eine der Verdächtigen ist ausgerechnet im Haus Gasperlmaier zu finden . . .
Herbert Dutzler lässt Franz Gasperlmaier bereits in seinem
14. Fall ermitteln - und lockt dabei die Leser*innen ganz
ohne Sicherung in schwindelerregende Berghöhen. Bei so
rasanten Wendungen kommt nicht nur Gasperlmaier ganz schön ins Schnaufen. Zum Glück hat Österreichs
Ermittler der Herzen einen ausgeprägten
Sinn für Gemütlichkeit: Mit ausgeprägtem
Hausverstand und einer gesunden Skepsis gegenüber allzu komplizierten Theorien geht er die Dinge
lieber pragmatisch an. Zum Glück muss Gasperlmaier nicht allein die komplizierten Beziehungen innerhalb der Extremsportgemeinschaft aufdröseln, sondern kann sich auf seine Kolleginnen
Dr. Kohlross und
Emina aus Liezen verlassen - wie auf alle Frauen in seinem Leben.
Gasperlmaier kennt die Schwächen seiner Mitmenschen ebenso gut wie seine eigenen. Zwischen Alltag im Salzkammergut,
Familienleben als liebender Ehemann und geduldiger Opa,
Freundschaften und
Mordfällen bleibt er dabei immer einer, mit dem man gern ein Glaserl trinken würde.
Zwischen glasklaren
Seen, sanften
Almwiesen und den markanten
Bergen des Salzkammerguts liegt eine Landschaft, die verzaubert. Dazu kommen die
stillen Wälder, die
schroffen Felsen des Loser und des Toten Gebirges und die
kleinen Orte mit ihren traditionellen Häusern. All das macht das Ausseerland zu einem beliebten Ausflugs- und Reiseziel. Ja, und das seit vielen Jahren auch für
Krimifans. Denn seit Herbert Dutzler hier sein
literarisches Unwesen treibt, auch die Schattenseiten seiner Heimat beleuchtet und ganz und gar
unidyllische Verbrechen in der idyllischen Landschaft ansiedelt, ist klar: Gasperlmaier-Krimis sind wahre Brettljausen für Genießer*innen feinster Regio-Krimi-Kost.
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