Die Beschreibung des Schicksals der Rumänendeutschen nach dem 2. Weltkrieg im Gulag ist für mich tatsächlich mehr Beschreibung als Roman.
Die Schicksal der Rumänendeutschen im Gulag nach dem Zweiten Weltkrieg ist eine Schilderung des Schrecklichen. Hier mit gewisser Sprachgewalt - oder ist es nur eine harte, gekünstelte Sprache? Was wohl bewusst so gewählt ist, berührt mich kaum. Einerseits fehlt mir die Nähe zur erzählenden Hauptperson, ich kann den Ich-Erzähler nicht spüren, andererseits fehlen die "heiligen Momente" - wie zum Beispiel in Dostojewskis Erzählungen vom menschlichen Elend: Irgendwann gibt es dieses Heraussteigen und Aufleuchten. Einzig herausleuchtend für mich ist der Name der "Trudi Pelikan", weniger als Figur, als dieser Name. Der Sprachstil mag wohl manche Lesende ansprechen, mich hat er nur punktuell erreicht.Auch wenn man sich scheut, so hochgelobte Werke kritisch zu betrachten, bleibt mir nur meine ehrliche Meinung über dieses Buch.