Woran denkt Ihr bei den Tropes Cosy Fantasy, Hexen, kleines irischen Küstendorf mit magischem Alltagsleben, leckeren Köstlichkeiten und einer Slow Burn Liebesgeschichte? Für mich ist das Herbstfeeling pur. Erst recht, wenn es sich um ein so verwunschenes Örtchen wie Whychford handelt und man von solch tollen Charakteren wie Ivy, Leo, Elziabeth und Ilanit in die Gemeinschaft aufgenommen wird.
Ohne Erinnerung landet Titania Isolde Willoughby Primrose, kurz NIA, in einem kleinen irischen Dorf. In der ihr fremden Reisetasche finden sich Papiere, die sie als neue Inhaberin der Foxfern Apothecary ausweisen. Nachdem Iris Fenwick, die Hohepriesterin des Ortes, die Papiere als echt zertifiziert macht sich Nia mit der der alten Apothecary vertraut. Das Haus nimmt sie freundlich auf, versorgt sie und füllt ihr den Kühlschrank. Nur beim Kleidergeschmack geraten die beiden dann doch etwas aneinander. Die Füchsin Maple entpuppt sich als Nias Familiar und wacht regelrecht über diese. Zu alles und jedem gibt sie ihre Meinung kund.
Ich habe mich gleich in Whychford wohl gefühlt. Jeder kennt jeden, Magie darf offen gezeigt werden, man lebt verbunden mit der Natur und im Großen und Ganzen im Einklang. Auch wenn Nia ihre Erinnerungen verloren hat, fügt sie sich harmonisch in das Leben als Apothecary ein, die Handgriffe gehen ihr intuitiv von der Hand. Außerdem liebt sie es, ihre neu gewonnenen Freunde zu bekochen. Es scheint, als wäre sie eine Kitchen Witch, nur mit einem Funken mehr. Doch Magie vermeidet sie lieber, da sie Probleme mit der Kontrolle hat.
Schon bald verbindet sie eine starke Freundschaft mit der Gärtnerin Ivy, der Buchhändlerin Elizabeth und dessen Tochter Ilanit. Auch mit dem Detective Inspector Leo Byrne wird sie schnell vertraut. Nia fügt sich gut in den Dorfalltag ein und alles könnte so perfekt sein, wenn da nicht plötzlich seltsame Dinge geschehen, die die Zukunft des Dorfes bedrohen. Nia erfährt, dass von der Apothecary mehr erwartet wird, als den Laden zu führen. Plötzlich lastet der Schutz des ganzen Dorfes auf ihren Schultern.
Wow, was für ein schönes Setting und wunderbare Charaktere. Ich habe mich so gefreut, dass Nia per ZUFALL in diese Gemeinschaft geraten ist. Die Autorin lässt durchblicken, dass es die Vergangenheit nicht immer gut mit ihr gemeint hat. Die Apothecary und die Dorfbewohner scheinen ihr neues Zuhause zu werden. Dass sie plötzlich dazu auserwählt ist, den schwächer werdenden Schutzzauber des Dorfes zu reparieren, macht sie allerdings sehr unsicher, hält sie doch ihre Magie für wenig hilfreich. Und dann ist nach die Aufrührerin Andrea Kettle, Inhaberin des Tea Rooms, die alles daransetzt, dass Nia des Dorfes verwiesen wird. Doch Nias wahren Freunde stehen zu ihr, gemeinsam wird fieberhaft nach der Lösung gesucht. Hilfe gibt es auch vom neu zugezogenen Barkeeper Corvin, dessen wahre Bestimmung man nicht so ganz greifen kann. Für ihn scheint Nia eine besondere Bedeutung zu haben, seine Magie spürt auch diese ganz deutlich. Herzklopfen bekommt sie aber wiederum bei Leo.
Zum Ende des ersten Bandes wird es richtig spannend und es kommt zu einem magischen Ritual mit Gänsehautfeeling. Ich bin jedoch überzeugt, dass noch weit nicht alle Geheimnisse und Charaktere des Ortes völlig offengelegt sind. Es gibt noch viel in Whychford zu erleben und ich kann jetzt schon sagen, ich bin zu 100 % bei Band 2 wieder dabei. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die ein gemütliches Setting, Hexen, Magie und geheimnisvolle Rituale lieben.
Mein Fazit:
Ein toller Ort, eine wunderbare Gemeinschaft und ganz viel gemütliches Herbstfeeling. Macht unbedingt als NELO (nichtmagische Person) einen Besuch in Whychford. Lasst Euch in Marahs Bäckerei jeden Wunsch von den Augen ablesen und versorgt Euch in der Apothecary mit Wunschkerzen, Tinkturen und einer leckeren Tasse Tee. Vielleicht liegt Maple ja auf dem Fensterbrett und lässt sich streicheln.