Der zweite Band um Ermittlerin Hanna Duncker beginnt mit einem Vermisstenfall. Eine junge Mutter kommt von einer Besuchsreise nach Hause und vermisst ihren Mann und den 14-monatigen Sohn. Sofort ist die gesamte Insel im Alarmzustand und alle verfügbaren Kräfte machen sich auf die Suche. Als man nach einer Weile die Leiche des Vaters entdeckt, vom Kind aber weiterhin jede Spur fehlt werden die Ermittlungen weiter intensiviert. Immer tiefer dringt das Polizeiteam in die Lebendgeschichte des Opfers ein und fördert neue Spuren zu Tage. Während die Suche nach dem Kind erfolgreich abgeschlossen werden kann, gestaltet sich die Aufklärung des Mordes als sehr schwierig.Soweit eigentlich ein guter Plot für einen spannenden Krimi in toller Kulisse. Aber leider gelingt es der Autorin nicht einen ordentlichen Spannungsbogen aufzubauen bzw. diesen aufrecht zu erhalten. Einen Großteil der Handlung sitzen die beiden Ermittler Hanna und Eric im Auto und fahren kreuz und quer über die Insel, um bei immer wieder denselben Personen vor der Tür zu stehen. Die Fahrten verbringen die Beiden, um ihre persönlichen Probleme hin und her zu wälzen. Eric wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr seiner Familie und Hanna beschäftigt sich mit dem Fall ihres Vaters - und dies in Endlosschleife. Unterm Strich kommen in der Handlung nur Personen mit teils massiven psychischen Problemen vor. Letzteres ist ein Phänomen der meisten skandinavischen Krimis, da frage ich mich, warum gerade in diesen Ländern die glücklichsten Menschen wohnen - wenn man den Erhebungen dazu Vertrauen schenken kann.Mich hat es leider nur noch genervt, mit den beiden von a nach b zu fahren und immer wieder dieselben Gedankenspiele mitzudenken...Erst zum Schluss wurde es etwas besser, zum einem nahm die Ermittlung Fahrt auf und zum anderen hat sich Hanna verliebt, was etwas Abwechslung in ihr Kopfkino brachte.Das Ende mit einem typischen Cliffhanger soll Lust auf Teil 3 machen - schaun wir mal.