Zusammenfassung:
Lisbeth hat sich entschieden in ihrer Katzengestalt zu bleiben und nie wieder ein Mensch zu werden. Zu groß sind die Schrecken und die Erinnerungen an das was ihr und Ihrer Mutter passiert ist. Als Katze besteht das Leben hauptsächlich aus Fressen, Schlafen und gestreichelt werden.
Aber die Vergangenheit holt sie ein und lässt sie nicht zur Ruhe kommen.
Meine Gedanken:
Das Cover hat mich direkt angesprochen. Ich finde die Farben einfach schön und die Asiatin hat mich auch angesprochen. Leider muss man sagen, dass es - für mich - so gar nicht zur Geschichte gepasst hat.
Das Buch war ein Spontankauf als der Drachenmond Verlag einige ihrer eBooks besonders günstig für 1,99 € angeboten hat. Dabei habe ich mir auch Lisbeth gekauft. Als ich es dann auf meinen E-Reader geladen hatte, habe ich mich über die geringe Seitenzahl gewundert und dann erst festgestellt, dass dieses Buch nicht zu den Angeboten gehört hat, sondern, da es nur eine Novelle ist, generell 1,99 € kostet.
Lisbeth gehört zur Die Drachen von Talanis Reihe, welche aus Blue Scales und Green Scales besteht. Ich habe beide Bücher noch nicht gelesen.
Ich kenne die Welt von Die Drachen von Talanis nicht, Katharina v. Haderer hat für genau solche Fälle ganz vorne im Buch einige Begriffe erklärt. Hierdurch kommt man wunderbar ins Buch rein.
Das Buch ist in der ersten Person aus der Sicht von Lisbeth geschrieben. Der Schreibstil ist sehr schön flüssig und hat wirklich Spaß gemacht zu lesen.
Lisbeth ist, so wie es auch ihre Mutter war, eine Katzenwandlerin. Sie kann sich frei zwischen Ihrer Gestalt als Katze und Mensch entscheiden und zwischen beiden hin und her wechseln.
Lisbeth ist eitel, nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht und liebt alles was schön ist. Als sie sich entschieden hat, nur noch Katze sein zu wollen hat sie sich Victorius Haus als ihr Zuhause ausgesucht.
Victorius weiß um Lisbeths andere Gestalt. Er duldet die Katze, auch wenn er Lisbeth aus seinem Haus haben möchte und dass sie wieder ein Mensch wird und für ihr Leben einsteht.
Victorius ist so ziemlich das Gegenteil von Lisbeth. Er gehört zum Flussvolk, er liebt das Wasser (eine Katze hasst es selbstverständlich) und steht für sich, seine Mitmenschen ein und hält nichts von Eitelkeit.
Als die rote Wölfin, welche Lisbeths Mutter ermordet hat, wieder auftaucht und Lisbeth nachstellt, hat diese keine andere Möglichkeit mehr, sie muss wieder ein Mensch werden.
Fazit:
Es hat richtig Spaß gemacht, dieses kleine feine Buch zu lesen. Ich hätte nicht gedacht, wieviel Story auf so wenige Seiten passt ohne dass es zu oberflächlich wird.
Katharina v. Haderer hat eine schöne Novelle geschaffen, welche man auch ohne die Hauptbücher lesen kann.
Lisbeth hat mich aber so neugierig auf Poschovar (die Stadt in welcher Lisbeth spielt) und seine Bewohner gemacht, dass ich Blue und Green Scales unbedingt lesen möchte.