Düster, teilweise rasant, teilweise langgezogen, überraschend und spannend.
Schon die Farbe des Covers vermittelt, dass Anathema keine leichte Lektüre ist. Die Geschichte ist düster, brutal und magisch. Teilweise ist die Geschichte rasant und aufregend, sodass ich nicht aufhören konnte und dann ist sie wieder etwas ausschweifend und ruhiger, um nicht zu sagen, sie zieht sich etwas. Dennoch passieren so viele Dinge, mit denen ich nicht gerechnet habe. Hin und wieder denke ich, dass ich weiß, wie es weitergeht und dann passiert doch etwas völlig Unerwartetes. Die geschaffenen Kreaturen und die Umgebung ist sehr schön beschrieben, sodass sie vor meinem inneren Auge entstehen und ich das Gefühl habe, zu wissen, wie es sich die Autorin vorgestellt hat. Das Wordbuilding ist interessant und macht Spaß. Erst dachte ich, dass es mir schwerfallen würde, die Begriffe und Wesen zuordnen zu können, doch sie sind so gut vorgestellt, dass ich schnell in der Geschichte war und alles zuordnen konnte. Aufgrund der Länge des Buches finde ich es gut, dass bei Personen, die lange nicht vorgekommen sind, eine kurze Erinnerung kommt, woher man sie kennen sollte. So richtig nachvollziehen kann ich aber die Liebesgeschichte der Hauptprotagonisten nicht nachvollziehen. Die sexuelle Anziehung verstehe ich und finde es auch total spannend, aber woher die Liebe kommen soll nach der bisherigen Geschichte, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Daher ist auch der letzte Teil für mich nicht ganz nachvollziehbar, aber das könnte sich nach dem Lesen des zweiten Bandes vielleicht auflösen.Da die Geschichte selbst nicht abgeschlossen ist, würde ich auf die Erscheinung des zweiten Bandes warten, damit man nicht so lange warten muss, um zu wissen, wie es weitergeht.