Solider Thriller!
"Tausendschön" ist der zweite Teil der Reihe um Frederika Bergmann und Alex Recht. Den Prolog fand ich selbst etwas merkwürdig, denn er beginnt mit einer Rückblende. Eine Frau wird am Mittsommerabend vergewaltigt. Das Mädchen wollte den obligatorischen Strauß Blumen pflücken. Ein Strauß Blumen zu Mittsommer muss aus 7 verschiedenen Blumenarten bestehen, darunter muss ein Tausendschön sein. 15 Jahre später beginnt der Hauptteil der Story damit, dass ein Pfarrer und seine Ehefrau tot aufgefunden werden. Alles sieht nach Selbstmord aus, aber die Ermittler um Alex Recht erkennen schnell, dass es sich um Mord handelt. Außerdem wird ein nicht schwedischer Staatsbürger bei einem Autounfall mit Fahrerflucht getötet, denn der Mann ist einfach überfahren worden. Warum werden diese drei Geschehnisse am Anfang erzählt und beschrieben? Dass sie mit der Story zusammenhängen müssen, ist auch klar. Aber wie? In der Story macht die Autorin zwei weitere Handlungsstränge auf, nämlich in Bagdad und Bangkok. Die Leser werden auf die Fährte von Flüchtlingen und Schlepperbanden geführt. So laufen die beiden Handlungsstränge eine lange Zeit parallel nebeneinander her. Alex Recht und seine Kollegen, sowie die Fahndungsspezialistin Frederika Bergmann ermitteln auf Hochtouren und fördern immer mehr erschreckende Fakten zutage. Und so führen diese Spuren die beiden Handlungsstränge zusammen. Auch über das Privatleben der Hauptprotagonisten erfährt man immer mehr, wie z. B. dass sich bei Alex Recht in seinem Privatleben eine Katastrophe anbahnt, dass Frederika Bergmann von einem älteren, verheirateten Mann hochschwanger ist. Auch die Kollegen von Alex Recht lernt man besser kennen und alle kommen glaubhaft herüber. Der Schreibstil war flüssig, aber streckenweise sehr langatmig und verworren, so dass keine rechte Spannung bei mir aufkam. Fazit: Solider Thriller!