Ein Garant für eine spannende Lesezeit
Hurra, endlich habe ich es geschafft, den zehnten Teil meiner aktuell liebsten Thriller-Reihe zu lesen, dessen Protagonistin Mara Billinsky immer schlimmer werdende Verbrechen aufklären musste. Glücklicherweise hatte sie immer ausreichend Rückendeckung, um sich in aller Ruhe, auf Befehle von ihrem Chef Klimmt pfeifend, ins Getümmel zu stürzen, um dem nächsten Verbrecher das Handwerk zu legen. Jedoch kommt es diesmal, wie es bereits vor einer Weile hätte kommen sollen, zu einem schwerwiegenden Unfall, den Mara gerade so überlebt hat. Hält sie dieser Vorfall davon ab, kürzerzutreten und die Arbeit anderen zu überlassen? Blöde Frage. Auch wenn es vielleicht besser gewesen wäre.Wie immer beginnen wir am Anfang. Da zeigt uns der Autor schon sehr eindrücklich, mit welcher Härte das Verbrechen diesmal zuschlägt. Wobei zuschlagen das falsche Wort ist. Es ist eher so, dass die Opfer in diesem Buch entweder besonders qualvoll oder sehr effektiv den Weg ins Jenseits antreten. Genau darum dürfen sich Mara Billinsky und ihr neuer Kollege Tobias Cronberg kümmern. Wobei, wer Mara kennt, weiß, dass sie ihren Kollegen eher als Laufbursche anstatt als vollwertigen Kollegen betrachtet. Cronberg ist nicht Rosen. Apropos. Der steht unserer Ermittlerin weiterhin mit Rat und Tat zur Seite, auch wenn er sich damit bei seinem neuen Chef keine Pluspunkte verdient. Aber genauso wie seine ehemalige Kollegin dehnt er Anweisungen etwas aus.Trotz aller Unterstützung und Warnungen von allen Seiten laufen unsere beiden Ermittler in eine fiese Falle.Der Einstieg ist wieder sehr gut gelungen. Ich war nach diesem noch viel motivierter, das Buch zu lesen. Und dann konnte Leo Born den Spannungsbogen halten? Natürlich konnte er das. Ähnlich wie sein fiktiver Charakter Regeln ausdehnte, formte er diesen immer mal wieder in eine andere Richtung. Denn wie auch sonst steht nicht nur das Verbrechen im Vordergrund. Sondern auch die Entwicklung der Charaktere. Vor allem Mara hat diesmal wieder sehr viel Substanz dazu gewonnen. Genauso wie ihr Chef, der leider nicht mehr den gesündesten Eindruck macht, aber auch Rosen, obwohl er nicht mitten im Geschehen war, bekam ein paar Charakterpunkte spendiert. Und der neue Kollege? Na ja. Sagen wir es so. Jung, naiv und neigt im richtigen Moment dazu, nicht viel nachzudenken.Wie sieht es mit den Verbrechen aus? Reichte das Motiv aus, um die Taten irgendwie "logisch" erscheinen zu lassen? Ja. Definitiv. Wer so etwas erlebt hat, kann kein normales Leben mehr führen. Da hilft nur: Rache. Egal an wem. Wer einen daran hindert, wird aus dem Weg geräumt.Insgesamt war es mir wieder eine Freude, ein Buch von Leo Born zu lesen. Spannung gab es zuhauf. Ruhige Momente wurden toll genutzt. Der Showdown war perfekt. Gibt es etwas zum Meckern? Nein. Kein Haar in der Suppe. Nichts. Mittlerweile muss ich ehrlich sagen, dass diese Reihe mittlerweile ein Garant für Spannung und Lesespaß ist.