Buch sehr gut, das erste Drittel etwas zäh, dann kommt sogar etwas Spannung auf.
Der Thriller Das Waldhaus hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn der Einstieg etwas zäh war. Das erste Drittel des Buches empfand ich als eher langweilig, da zunächst wenig Neues passiert und die Handlung nur langsam in Gang kommt. Doch danach nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf: Die Ereignisse werden interessanter, die Atmosphäre dichter und schließlich kommt auch echte Spannung auf. Zwar ist die Handlung weder besonders originell noch überragend komplex, dennoch wirkt sie vertraut und nachvollziehbar. Einige Aspekte könnten Leserinnen und Leser sogar an ähnliche Situationen oder Dynamiken aus der eigenen Familie erinnern. Die Geschichte ist insgesamt realitätsnah genug, um sie ohne größere Zweifel akzeptieren zu können. Besonders gefallen hat mir der Schreibstil: Die Autorin erzählt konsequent aus der Ich-Perspektive, was Nähe zur Hauptfigur schafft. Es gibt keine störenden Sprünge zwischen Sichtweisen, Zeiten oder Kapiteln - stattdessen folgt man einem klaren roten Faden und erlebt eine zusammenhängende Geschichte am Stück. So ab der Hälfte war mir allerdings sicher klar, wer es war...Trotz kleiner Schwächen im Aufbau vergebe ich daher 4 von 5 Sternen.