Zum Inhalt:
Familie Flynn befindet sich in einer Lebenskrise, nicht nur die Eltern, Cathrine und Bud, sondern auch die drei Töchter, Harper, Louise und Abigail.
Während Cathrine ihre Ehe öffnet und sich dem Nachbarn zuwendet, begibt sich Bud in eine fragwürdige Selbsthilfegruppe, Die verlorenen Schäfchen. Harper, die Jüngste, ist sich selbst überlassen und vermutet überall eine Verschwörung. Louise findet Zuwendung bei einem Fundamentalisten und Abigail wandelt auf den Pfaden der Liebe mit Kriegsverbrecher-Wes. Kein Wunder, dass alles im Chaos versinkt.
Meine Meinung:
Das idyllische Familienhaus auf dem Cover spiegelt nicht die chaotische Welt der Flynns wider.
Madeline Cash bietet mit ihrem bissig-witzigen Schreibstil eine abwechslungsreiche Satire, die sogar einen leichten Krimi-Touch und Spannung aufweist. Ich muss gestehen: Zunächst fand ich die Geschichte etwas langweilig. Einzig Harper mit ihren Verschwörungstheorien und ihrem hohen IQ sowie Louise, die ich voller Sorge begleitet habe, weckten mein Interesse von Anfang an. Je mehr Seiten ich gelesen habe, umso interessanter wurde die Geschichte mit all den gemischten Gefühlen der Protagonisten, die die Autorin authentisch skizziert. Sicher ist vieles überspitzt, doch bei genauer Betrachtung findet man auch etwas davon in seiner eigenen Familie. Die verschiedenartigen Beziehungen der Familie zu dem ortsansässigen Milliardär Alabaster bieten eine unerwartete Spannung in dem ganzen liebevollen Familienchaos, die noch mit einem Showdown aufwartet.
Dies alles führte dazu, dass ich mich gut unterhalten fühlte.
Fazit:
Überspitzte, chaotische Familiengeschichte, die zum Schluss mit einem leichten Krimi-Touch aufwartet.